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SAP DRF

News & Wissen SAP DRF – das neue Tool zur Verteilung von Stamm- und Bewegungsdaten in SAP S/4HANA

Ursprünglich entwickelt für das SAP MDG (Master Data Governance) ist SAP DRF (Data Replication Framework) mittlerweile universell einsetzbar, wenn es um die Verteilung von Stamm– und Bewegungsdaten innerhalb und außerhalb der eigenen Systemlandschaft geht. Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag alles Wissenswerte rund um SAP DRF im Zusammenspiel mit SAP S/4HANA.

Die bereits vordefinierten „Business Objekte“ bilden die Grundlage, auf deren Basis das komplette Customizing aufbaut. Diese Business Objekte stellen die Datenquellen des Quellsystems dar und ermöglichen so die gezielte Übertragung von Informationen in ein Zielsystem.

Als Grundvoraussetzung ist nur ein SAP S/4HANA-System erforderlich. Welche Business Objekte konkret zur Verfügung stehen, muss am jeweiligen System individuell je nach Release-Stand geprüft werden.

Bei Bedarf kann zusätzlich ein „Key-Mapping“ verwendet werden, wenn es nötig ist, auf den unterschiedlichen Systemen jeweils eine eigene „ID“ zu verwenden.

Mittlerweile gibt es etwa folgende Anwendungsszenarien:

  • Anbindung eines MDG-Systems an die bestehende Systemlandschaft
  • Anbindung eines SAP EWM-Systems
  • Datenverteilung innerhalb der Systemlandschaft (Entwicklung – Qualitätssicherung – Produktiv )
  • Datenverteilung zu externem System
  • Anbindung der neuen SAP CX-Landschaft (z. B. SAP Sales Cloud / SAP Service Cloud / SAP Commerce Cloud / SAP FSM )

Funktionen

Out-of-the-box

Das DRF-Framework bietet bereits eine Reihe von vordefinierten Business Objekten, die out-of-the-box genutzt werden können. Abhängig vom jeweiligen Objekt können verschiedene Parameter zur Steuerung der Verteilung gepflegt werden. Zudem ist die Anbindung des jeweiligen Zielsystem über den vorgegebenen Kanal (IDOC, SOAP, etc.)  erforderlich.

Filtermöglichkeit

Für jedes Business Objekt gibt es bereits vordefinierte Filter, mit deren Hilfe die Datenmenge konfiguriert werden kann.

Beispiel Objekt 986 - Geschäftspartner einschließlich Beziehungen:

Zudem gibt es auch sogenannte Segmentfilter, um bestimmte Teile eines Objekts auszuschließen:

So können z. B. verschiedene Sichten des Kunden (Vertriebsdaten / Buchungskreisdaten ) ganz oder durch Angabe der jeweiligen Organisationseinheiten teilweise ausgeschlossen werden.

Erweiterbarkeit

Für eine Vielzahl der Objekte gibt es die Möglichkeit der Erweiterung. Abhängig vom verwendeten Kanal, beim Business Partner wäre dies z. B. ein WebService, kann dieser entsprechend um neue Felder erweitert werden. Dazu gibt es die entsprechende Möglichkeit im ABAP, die neuen Felder mit Daten zu versorgen oder die Datenermittlung für bestimmte Felder abzuändern. Abschließend können die aktualisierten Daten in einer Beschreibungssprache (z. B. WSDL) exportiert werden.

Zudem sind diese Felder je nach Business Objekt und Art der Filterimplementierung in die Filter integrierbar.

Automatisierbarkeit

Über das SAP DRF gibt es verschiedene Möglichkeiten der Datenübertragung:

  • Initialisierung

In diesem Modus werden alle Daten eines Objekts selektiert und die eingestellten Filter angewandt. Dieser Modus ist üblicherweise für die Erstdatenübernahme gedacht.

  • Änderungen

Hier wird über die SAP-Änderungszeiger gearbeitet. Dabei gibt es die Option, die Daten sofort nach dem Speichern zu übertragen oder alternativ über einen Background-Job zu versenden.

  • Manuell

Der manuelle Modus eignet sich für die Übertragung einzelner Datensätze. In diesem Modus können separate Filterkriterien (analog eines Selection-Screens) verwendet werden, um eine bestimmte Menge an Datensätzen zu selektieren.  Dabei werden die konfigurierten Filter ignoriert.

Monitoring

Um die Schnittstellen überwachen zu können, gibt es für die einzelnen Kanäle auch eine entsprechende Monitoring-Möglichkeit. Für IDOCs kann die bereits bekannte Applikation der „IDOC-Liste“ verwendet werden. Für WebServices gibt es ebenfalls eine eigene Transaktion mit der SRT_MONI:

Zudem kann hier in diverse Detailanzeigen abgesprungen werden.

So kann bei Bedarf beispielsweise das erzeugte XML-File für einen WebService geprüft werden:

Sicherheit

Für die Möglichkeiten der Authentifizierung kann auf das komplette Repertoire der SAP-Systemlandschaft zugegriffen werden. So gibt es, angefangen bei der Basic Authentication (User + Passwort) bis hin zur Certificate Based Authentication, diverse Möglichkeiten, die Verbindung einzurichten. Sollten auch Verbindungen von außerhalb erforderlich sein, bietet die SAP mit dem „SAP Cloud Connector“ ebenfalls ein passendes Tool. Dieses muss jedoch separat erworben werden.

Fazit

Mit dem SAP Data Replication Framework können sowohl Stamm- als auch Bewegungsdaten in SAP S/4HANA gezielt an ein oder mehrere Zielsysteme repliziert werden. Der Datenselektionsfilter zum Einschränken der zu replizierenden Daten sowie die interessanten Erweiterungs- und Automatisierungsmöglichkeiten machen SAP DRF zu einem durchdachten Replikationstool.

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