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News & Wissen Die 3. CPRO-Geschäftsstellen-Rennrad-Tour - das Tagebuch

In 10 Tagen mit dem Rennrad von Hamburg nach Mailand. Das bedeutet in Zahlen: 10 Etappen, 1440 gefahrene Kilometer, 10776 Höhenmeter, fast 54 Stunden im Sattel und 26,9 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Die 3. CPRO-Geschäftsstellen-Rennrad-Tour im Mai 2024 war für die vielen Mitradler eine Herausforderung und ein einmaliges Erlebnis. Initiator Klaus Sürken, Team- und Projektleiter bei der CPRO INDUSTRY, nimmt Sie mit hinter die Kulissen.

1. Etappe: Hamburg - Bücken

  • Kilometer: 129,72
  • Höhenmeter: 257
  • Fahrzeit: 4 Stunden und 42 Minuten

Im Gegensatz zum Vorjahr hat die Anreise bei allen Beteiligten gut geklappt. Am Donnerstag konnten wir den Abend mit den Hamburger Kolleginnen und Kollegen bei einem schönen Essen genießen. Am Freitag haben sich die Radfahrer und viele Neugierige in der Geschäftsstelle Hamburg eingefunden, um den Start der Tour gebührend zu feiern. Die Verabschiedung war wirklich phänomenal. Das Wetter war dem Anlass entsprechend.

Die Strecke war super zum Einradeln. Keine Panne, dafür Rückenwind. So wünscht man sich das. Sogar während der Fahrt sind wir noch super angefeuert worden.

2. Etappe: Bücken - Beckum

  • Kilometer: 180,42
  • Höhenmeter: 825
  • Fahrzeit: 6 Stunden und 11 Minuten

Die 2. Etappe war schon eine größere Herausforderung. Aber alle sind morgens hochmotiviert aufs Rad gestiegen. Leider waren wir an dem Tag auch nicht mehr ohne Panne. Schon nach 16 Kilometern hatten wir den ersten Plattfuß und nach 75 Kilometern ist sogar eine Kette gerissen. Dank der mega Unterstützung unserer Begleiterin namens Ingrid Tesche, konnten wir aber auch das Problem lösen. Die Strecke führte uns jetzt in die ersten Anstiege im Wiehengebirge und im Teutoburger Wald. Sogar ein kurzer Anstieg mit rund 22 Prozent Steigung wurde von allen bewältigt. Abends kamen wir alle zufrieden in Beckum an. Die Begrüßung im Hotel war toll. Wir bekamen sogar ein kostenloses Eis bei der Ankunft. Leider haben wir heute Fabian Stipp aufgrund einer Erkältung als Mitfahrer verloren. Das nenne ich allerdings Einsatz. In Mannheim wird Fabian wieder einsteigen.

3. Etappe: Beckum – Frankenberg (Eder)

  • Kilometer: 128,81
  • Höhenmeter: 1707
  • Fahrzeit: 6 Stunden und 6 Minuten

Auch heute sind alle motiviert aufs Rad gestiegen. Die erste Etappe für unsere Bergziegen stand an. Das Sauerland lag vor uns. Landschaftlich war die Strecke beeindruckend. Leider hat uns das Wetter-Glück etwas verlassen. Aber der Regen war noch auszuhalten. Zwei Reifenpannen. Am Ende haben alle die Berge gemeistert. Es ist schon immer sehr schön, nach einer geschafften Etappe stolz im Hotel anzukommen. Sowohl der Ort Frankenberg (Eder) als auch das Hotel waren wunderschön.

4. Etappe: Frankenberg (Eder) - Koblenz

  • Kilometer: 158,15
  • Höhenmeter: 1880
  • Fahrzeit: 6 Stunden und 22 Minuten

Diese Etappe kann als die „Chaos-Etappe" bezeichnet werden. Aber von Anfang an: Wir verließen das Sauerland schon wieder und fuhren an den Rhein. Davor waren aber noch einige Berge zu bewältigen. Bis zum ersten Zwischenstopp war noch alles wie immer. Da am Berg jeder seins macht, haben sich einige Gruppen gebildet. Leider ist jedoch jede Gruppe eine andere Route gefahren (warum auch immer). Allein Jörg Hillner hatte vier Platten und Paul Lucht einen. Am Treffpunkt zur Pause musste Ingrid 3 Stunden warten, bis alle da waren. Nur Cristian Sorodoc war immer noch komplett verschollen. Nachdem sein Handy wieder geladen war, haben wir ihn erreicht und eingesammelt. Zum Glück haben wir uns eine gute Location zur Pause ausgesucht. Der Kiosk vor Ort hat uns mit allem versorgt, was wir brauchten. Als alle schon in Koblenz am Hotel (mitten in der Stadt) waren und wir gerade einen Parkplatz für unser Begleitfahrzeug (3,5t) suchten, hatte Jörg seinen letzten Platten und wir mussten ihn abholen. Am Ende saßen wir aber gegen 20:30 Uhr im Restaurant und konnten unser wohlverdientes Abendessen genießen. Zeit zur Entspannung blieb trotzdem.

5. Etappe: Koblenz – Grünstadt/Asselheim

  • Kilometer: 129,13
  • Höhenmeter: 662
  • Fahrzeit: 4 Stunden und 19 Minuten

Die Abreise von Koblenz war ein wenig mühseliger als sonst, da unser Team-Bus etwas weiter entfernt stand. Aber nachdem wir die Logistik geregelt hatten, ging es los. Am Vormittag haben wir uns von Paul verabschiedet, der aus zeitlichen Gründen geplant hatte, nur bis hierhin mitzufahren. Dafür ist Frank Scholdan neu eingestiegen. Gruppenstärke also wie gehabt. Die Strecke ging ziemlich flach los. Das ist auch nicht anders zu erwarten, wenn man durch das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal fährt - vorbei an tollen Städten, Burgen und der Lorelei. Wir konnten zum Glück trocken starten. Dafür hatten wir eine ziemliche Windkante von vorne. Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich in den Wind gestellt haben und den anderen Windschatten gegeben haben. Hat richtig Spaß gemacht, mit dem Tempo am Rhein entlang zu düsen.

Leider hatten wir am Ende ziemlich viel Regen und kamen pitschnass am Hotel an. Bei Stephan Wegner ist auch noch die Kette gerissen. Aber auch das konnten wir regeln und er konnte weiterfahren. Da wir in Grünstadt einen Ruhetag eingelegt haben, konnten sich alle von den bisherigen Strapazen erholen.

Am Ruhetag war super Wetter - natürlich, wenn man mal nicht auf dem Fahrrad sitzt. ;)

6. Etappe: Grünstadt/Asselheim – Forbach im Schwarzwald

  • Kilometer: 161,32
  • Höhenmeter: 533
  • Fahrzeit: 5 Stunden 49 Minuten

Nach dem Ruhetag waren alle heiß, wieder aufs Fahrrad zu steigen. Es ging von der Pfalz bis an den Rand des Schwarzwalds. Leider hat uns Tommy Vetter aufgrund einer Erkältung verlassen. Eine lange Etappe stand an. Die Strecke war nicht sehr anspruchsvoll - und anfänglich auch oft nicht besonders schön. Wir alle waren der Meinung, dass Ludwigshafen am Rhein kein Rennrad-Paradies ist. Bei der ersten Pause ist Fabian wieder zu uns gestoßen. Ihr erinnert Euch? Er war in Bielefeld ausgestiegen.

Gut gelaunt ging es also weiter. Was uns aber zu schaffen machte, war der zwischenzeitlich ziemlich heftige Regen. Zusätzlich mussten wir noch einen Umweg fahren. Wir wollten eigentlich romantisch mit der Fähre bei Karlsruhe über den Rhein setzen. Die ist aber aufgrund des Hochwassers nicht gefahren. Wir mussten dann leider über die Rheinbrücke in Karlsruhe. Das war natürlich nicht so prickelnd, da der Weg durch die Stadt führte. Am Ende sind wir aber alle zufrieden am Hotel angekommen. Durch den vielen Regen war aber erst einmal Fahrradputzen angesagt.

7. Etappe:  Forbach im Schwarzwald - Nenzingen

  • Kilometer: 138,18
  • Höhenmeter: 1664
  • Fahrzeit: 4 Stunden und 58 Minuten

Heute stand wieder eine Etappe für die Bergwertung an. Der Schwarzwald war zu erobern. Der Regen hat aufgehört. Die Straßen und Wege waren aber noch nass. Trotzdem sind alle hochmotiviert aufs Rad gestiegen. Leider ging es an dem Tag nicht so gut los: Nach 6 Kilometern hatten wir schon den ersten Plattfuß. Nach 10 Kilometern dann den ersten Sturz auf der Tour. Den kann man schon als kleinen Massensturz bezeichnen. Drei von uns hat es getroffen. Der Grund war eine durch die Nässe sehr glatte Holzbrücke. Fabian (Schürfwunden) und ich (auf den ersten Blick auch nur Schürfwunden) konnten sofort weiterfahren. Bei Michael Weinkouff ist leider das Schaltauge gebrochen. Bei der nächsten Pause ist er dann auf Tommys Fahrrad umgestiegen. Das stand nach seinem Ausfall am Vortag zur Verfügung. Leider musste ich die Etappe dann beenden, da ich mir doch das Handgelenk gestaucht hatte. Die nächste Etappe habe ich dann auch noch ausgesetzt. Dann ging es wieder. Später kam noch ein weiterer Plattfuß dazu. Das Highlight des Tages waren die 2 Stunden Sonne. Ansonsten aber eher Regen, Regen, Regen. Im Ganzen hat aber auch das der Laune keinen Abbruch getan.

P.S.: Steffen Eichbauer (Geschäftsführer untersee) ist zum Abendessen gekommen, um uns zu unterstützen. Super Geste! Das hat uns alle sehr gefreut.

8. Etappe: Nenzingen - Maienfeld (CH)

  • Kilometer: 149,82
  • Höhenmeter: 417
  • Fahrzeit: 5 Stunden, 5 Minuten

Letzte Erholung vor der Alpen-Etappe. Etwa eine Stunde nach dem Start war schon wieder Pause. Wir haben die untersee in Konstanz besucht. Dort wurden wir von den Kolleginnen und Kollegen toll mit Brezeln, Süßem und Getränken begrüßt. Und, wie sollte es anders sein, schien natürlich die Sonne. Das kenne ich nicht anders vom Bodensee. Aber leider mussten wir weiter. Die weitere Etappe war wunderschön. Erst am Bodensee entlang und dann immer den Blick auf die Alpen. Was will man mehr!? Das Wetter fing an auch langsam an, wieder mitzuspielen. Wir kamen trocken am Hotel an. Maienfeld ist übrigens der Ort, aus dem Heidi kommt.

9. Etappe:  Maienfeld – San Bernardino (CH)

  • Kilometer: 106,51
  • Höhenmeter: 2100
  • Fahrzeit: 5 Stunden und 3 Minuten

Endlich: Das war die Etappe, auf die alle gewartet haben. Wir überquerten die Alpen und fuhren über den San Bernardino-Pass. Fun Fact: Es war der 25. Mai – einen Tag vorher wurde der Pass für den Verkehr freigegeben. Perfektes Timing!

Die ersten 50 Kilometer der Etappe waren flach, aber landschaftlich wunderschön. Man hatte den Eindruck, in der Schweiz ist die Welt noch in Ordnung. Ab Kilometer 50 ging es stetig (aber noch eher leicht) bergauf. Die letzten 8 Kilometer bescherten uns Steigungen bis 10 Prozent. Aber alle Mühe hat sich gelohnt. Das Wetter hat gestimmt. Auch das hatte ich da oben so bestellt, aber man weiß ja heutzutage nie, ob auch geliefert wird.

10. Etappe:  San Bernardino (CH) – Mailand (IT)

  • Kilometer: 157,82
  • Höhenmeter: 731
  • Fahrzeit: 5 Stunden und 11 Minuten

Alle freuten sich am Abend zuvor auf die Abfahrt, die nun vor uns lag. Die ersten 35 Kilometer in Serpentinen bergab. Morgens beim Frühstück war die Euphorie erst einmal Geschichte. Es regnete mal wieder sehr stark. Dank Satellitenbildern war aber zu erkennen, dass es aufhören sollte. Wir entschieden uns eine Stunde später zu starten. Der Regen war dann weg. Trotzdem hatten wir gemischte Gefühle. Die letzte Etappe bedeutete auch, dass danach alles schon wieder vorbei war. Die Gruppe war während der Tour so richtig zusammengewachsen.

Die Abfahrt war trotz nasser Straßen ein Erlebnis. Uns taten die Hände vom vielen Bremsen weh. Nach der Abfahrt noch ein paar Kilometer bis zum Lago Maggiore. Auch das war ein echtes Highlight der Tour. Dann ging es am Lago entlang immer ein wenig rauf und runter. Mega! Es gab noch einen Plattfuß, aber zum Glück direkt an einer Eisdiele. Da wir zu diesem Zeitpunkt schon in Italien waren, konnten wir uns ein echtes italienisches Eis gönnen.

Unser Begleitfahrzeug wurde an der Grenze angehalten und extrem kontrolliert. Jede Packung unserer Verpflegung wurde geöffnet und Ingrid musste noch den Abfall (wir haben natürlich immer einen Müllsack im Fahrzeug für die Pausen) entsorgen, da es verboten ist, Abfall nach Italien einzuführen. Am Ende durfte Ingrid einreisen.

Nachmittags kamen alle stolz am Hotel in Mailand an.

Fazit

Die CPRO-Geschäftsstellen-Rennrad-Tour ging dieses Jahr in die 3. Runde - und ich persönlich würde es immer wieder machen. Wir hatten eine Wahnsinns-Truppe (mit dabei waren: Arne Hein, Christoph Gleißner, Cristian Sorodoc, Fabian Stipp, Florian Spengler, Frank Scholdan, Jörg Hillner, Lars Ruhnau, Michael Weinkouff, Paul Lucht, Sandro Diegnitz, Stephan Wegner, Tommy Vetter & Timo Senf) und tolle Etappen, die landschaftlich wirklich einmalig waren. Nur etwas weniger Regen hätte es sein können. Ein riesiger Dank geht an unsere „gute Seele" Ingrid, die uns als Steuerin des Begleitfahrzeugs logistisch und persönlich wieder unglaublich bereichert hat.

 

Stand: 10. Juni 2024
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