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News & Wissen SAP Integration Suite: Das passende Lizenzmodell wählen

Das Lizenzmodell der Middleware-Lösung SAP Integration Suite hat sich in den letzten Jahren erheblich geändert. Besonders interessant zu wissen: Welche Lizensierungsoptionen gibt es bei der SAP Integration Suite? Und welche davon kann der Kunde wann nutzen? Um auf diese Fragen eine Antwort geben zu können, gehe ich in diesem Blogeintrag auf einige wichtige Aspekte ein, die den SAP-Kunden bei der Wahl des „richtigen" Lizenzmodells unterstützen sollen.

Die SAP Integration Suite ist ein Integrationsdienst innerhalb der SAP Cloud Platform, den der Kunde aktivieren kann. Um den Dienst nutzen zu können, ist daher auch eine Lizenz für die SAP Cloud Platform erforderlich.

Zurzeit (Stand Q2 2021) werden dem Kunden seitens SAP zwei unterschiedliche Lizenzmodelle für die SAP Integration Suite angeboten, nämlich das abonnementbasierte Modell und das verbrauchsbasierte Modell.

Für die meisten SAP-Dienste und SAP-Produkte, die über die SAP Cloud Platform genutzt werden, wird über die SAP Integration Suite Standard-Content bereitgestellt. Durch den Einsatz unterschiedlicher Integrationsszenarien ermöglicht der Standard-Content dem Kunden einen deutlich geringeren Entwicklungsaufwand. Zusätzlich kann dieser individuell angepasst und erweitert werden (Customizing).

Das abonnementbasierte Modell

Das abonnementbasierte Modell ermöglicht dem Kunden, den Integrationsdienst für einen bestimmten Zeitraum - in der Regel 1 bis 3 Jahre - mit einer festgelegten Anzahl von Funktionen innerhalb vordefinierter Grenzen zu mieten.

In diesem Zeitraum ist der Kunde berechtigt, nur die abonnierten Dienste von SAP zu nutzen. Falls Sie doch auf zusätzliche Dienstleistungen zugreifen wollen, kann der Vertrag gegen Aufpreis geändert werden. Unabhängig vom bisherigen Verbrauch der abonnierten Dienste, zahlen Sie zu Beginn der Vertragslaufzeit einen Festpreis im Voraus. Am Ende der Laufzeit können sie das Abonnement verlängern.

Als Kunde kann man auch über das Discovery Center auf den SAP Cloud Platform-Servicekatalog zugreifen. Damit wird die Kompatibilität des Lizenzmodells pro Serviceplan ermittelt, um die Verfügbarkeit von Services nach Rechenzentrum zu identifizieren.

Einige Dienste können auf einer Benutzermetrik oder einer Ressourcenmetrik abonniert werden. Schauen wir uns einmal den Unterschied zwischen Benutzermetrik und Ressourcenmetrik an:

  • Benutzermetrik: Ein Beispiel hierfür ist ein Portalservice, basierend auf Anzahl der Websitebesuche oder Benutzermetriken.
  • Ressourcenmetrik: Bei der Ressourcenmetrik geht es hauptsächlich um eine große Anzahl von Benutzern. Als Beispiel könnte man Lieferanten nennen, die einen Portalservice nutzen wollen, um mit ihrer Abteilung zu kommunizieren bzw. Informationen auszutauschen.

Leider ist es nicht immer abschätzbar, wie viele Ressourcen für einen Zeitraum von drei Jahren im Voraus benötigt werden. Deshalb hat man die Möglichkeit, den ursprünglichen Auftrag zu erhöhen, falls erkannt wird, dass die Ressourcennutzung das vorab abonnierte Kontingent übersteigen sollte.

Über das SAP Cloud Platform Cockpit wird Ihnen der Ressourcenverbrauch auf Ihrem globalen Konto monatlich angezeigt.

In diesem abonnementbasierten Modell erhalten Sie Zugriff auf SAP Cloud Platform-Bundles oder Pakete, die mehrere verwandte Dienste und Anwendungen beinhalten. Erfahrungsgemäß ist dies im Vergleich zum Anschaffen einzelner SAP Cloud Platform-Dienste kostengünstiger.

Das verbrauchsbasierte Modell

Das verbrauchsbasierte Modell orientiert sich an dem Verbrauch von Cloud-Gutschriften, die Sie im Voraus kaufen und bei Bedarf verbrauchen: Workflow-Service und Geschäftsregelservice, Integrationsservice, wie in unserem Beispiel die SAP Integration Suite, API-Management und Web IDE im folgenden Monat. Dieses Modell bietet dem Kunden höchste Flexibilität.

Sie erhalten Zugriff auf alle unter SAP Cloud Platform EA verfügbaren Services und können somit selbst in Ihrem SAP Cloud Platform-Konto problemlos nach Ihren eigenen Bedürfnissen konfigurieren.

Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, Dienstleistungen, die auf Projektanforderungen basieren, zu nutzen, ohne eine Vertragsänderung durchführen zu müssen. Diese Flexibilität gibt dem Kunden zusätzlichen Komfort und Vertrauen.

Während der gesamten Vertragslaufzeit haben die Kunden zusätzlich die Möglichkeit, die Dienste bei der SAP ein- und auszuschalten und - falls ein Bedarf zwischen den Diensten vorliegt - zu wechseln.

Das verbrauchsbasierte Modell wird in zwei Unterkategorien gegliedert:

SAP Cloud Platform Enterprise Agreement (CPEA) und SAP Pay-As-You-Go.

SAP Cloud Platform Enterprise Agreement (CPEA)

Um die SAP Cloud Platform-Services nutzen zu können, ist es möglich, im Voraus für die Vertragslaufzeit mit einer jährlichen Verpflichtung in Cloud-Gutschriften zu investieren.

Das oben genannte Modell eignet sich etwa für Kunden, die über angepasste Anwendungsfälle verfügen und die Flexibilität erhalten wollen, die möglichen Dienste je nach Bedarf ein- und auszuschalten und zwischen Services wechseln zu können.

Jeden Monat erhält der Kunde eine Saldo-Abrechnung. In dieser Abrechnung sind sämtliche Informationen über den Nutzungsverbrauch der einzelnen Dienste und die entsprechenden Kosten aufgeführt. Über Ihr Cloud-Guthabensaldo werden monatlich die Gesamtkosten abgezogen. Sie werden jährlich im Voraus in Rechnung gestellt. Falls es zu Überschreitungen kommt, werden diese Leistungen im Nachhinein zum Listenpreis berechnet. Die Aufladung Ihrer Cloud-Credits ist jederzeit möglich, um Überschreitungen zu vermeiden.

Um die SAP Integration Suite nutzen zu können, müssen sie als Kunde noch überprüfen, ob sie das Abonnement für die SAP Integration Suite als Teil-Abonnement besitzen.

In diesem CPEA-Modell kann der Kunde je nach Bedarf die SAP Integration Suite auswählen oder auch wieder ausschalten.

SAP Pay-As-You-Go

Wie beim CPEA besteht ein Zugang zu allen Services, jedoch mit einem hochflexiblen Null-Verpflichtungsmodell, d.h. Sie als Kunde zahlen nichts im Voraus; eine Mindestnutzungsanforderung oder jährliche Verpflichtung entfällt.

Eine Zahlung ist nur erforderlich, wenn die gewünschten SAP Cloud Platform-Services, in diesem Fall die SAP Integration Suite, genutzt werden. Bei diesem Modell wird hier monatliche Abrechnung im Verzug gestellt. Es gibt keine rabattierbaren Servicegebühren.

SAP Pay-As-You-Go ist in Hinsicht auf das vorherige Modelle sehr risikoarm, da es für Kunden mit nicht-definierten Anwendungsfällen geeignet ist, die an einem Proof-of-Concept in einer produktiven Umgebung interessiert sind. Auch dieses Modell gibt dem Kunden die Möglichkeit, Services während der gesamten Vertragslaufzeit ein- und auszuschalten und zwischen den Services zu wechseln.

Der Übergang zum oben genannten CPEA-Modell kann dann stattfinden, wenn keine anderen CPEA-basierten globalen Konten existieren.

Wechsel vom verbrauchsbasierten in das abonnementbasierte Modell

In der Regel ist ein Wechsel von einem SAP Cloud Platform-Vertrag über das verbrauchsbasierte Modell in einen über das abonnementbasierte Modell reibungslos möglich. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass dem Kunden nicht alle Services, die für das verbrauchsbasierte Modell geeignet sind, auch mit dem abonnementbasierten Modell bereitgestellt werden können. Aus diesem Grund wird empfohlen, sich an den vertrieblichen Ansprechpartner zu wenden, damit die Bedingungen für die Vertragsübertragung zustande kommen können.

Es gibt mittlerweile eine Metrik, die einen Standard für alle Funktionen darstellt. Die aktuelle Lizenzierung stellt sicher, dass alle benötigten Integrationsfunktionen als iPaaS integriert sind. Sie haben die Option, sich für mehrere Instanzen oder ein höheres Nachrichtenvolumen zu entscheiden, das auf den Verbrauchsanforderungen der Organisation basiert.

Die SAP hat den Service als Einzelkauf aus der Preisliste gestrichen und bietet die Bereitstellung der einzelnen Services nicht mehr an. Stattdessen wird es nun unter der SAP Integration Suite preisgegeben. Nichtsdestotrotz werden die bestehenden Kunden weiterhin wie bisher unterstützt.

Warum macht das Sinn? Die SAP hat die Erfahrung gemacht, dass viele Kunden Funktionen, wie z. B. Cloud-Integration, Non-SAP-Konnektivität und API-Management, in einem Service möchten. Wenn Sie derzeit eine eigenständige API-Verwaltung verwenden, bleiben die vorhandenen Mandanten bestehen. Insgesamt ist der Wert der großen Suite höher und die SAP hat viele positive Rückmeldungen von Kunden bezüglich dieser Änderung erhalten.

Die SAP Integration Suite gibt Ihnen die Möglichkeit, folgende Integrationsfunktionen zu einem geschlossenen und vereinfachten Toolkit für Unternehmensintegrationen zu kombinieren: Prozessintegration, API-Management, Integrationsberater und Open Connectors. Diese Services werden nicht mehr separat zur Verfügung gestellt, sondern sind nun ein Teil der Integration Suite-Servicepläne. Die SAP Integration Suite beinhaltet alle Integrationsfunktionen in Serviceplänen wie Standard-, Premium- und Digital-Service-Funktionen mit einfachen Metriken von Instanzen und Nachrichten.

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