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News & Wissen Das war der SAP Cloud ERP Real Talk: Erfolgsfaktoren & Stolpersteine in der Public Cloud

Beim „SAP Cloud ERP Real Talk“ am 20. März 2026 ging es um einen ehrlichen Blick auf die Public Cloud. Keine Hochglanzfolien, sondern Erfahrungen aus Projekten, konkrete Beispiele und offene Diskussionen darüber, was heute gut funktioniert und wo Unternehmen genauer hinschauen sollten.

Die Public Cloud ist im deutschen Mittelstand angekommen. Doch der Weg dorthin ist kein Selbstläufer. Dass es dabei um weit mehr als nur technische Migration geht, wurde bereits in der Begrüßung durch Luis Murauer (Moderation & SAP Sales) deutlich. Wer den Schritt geht, verändert Prozesse, Rollen und oft auch die Art, wie im Unternehmen zusammengearbeitet wird. Genau darüber wurde an diesem Vormittag gesprochen.

Der richtige Start entscheidet

Lukas Stephan (SAP Consultant & Sales) zeigte, wie wichtig ein strukturierter Einstieg ist. Mit dem Digital Discovery Assessment können Unternehmen ihre Anforderungen systematisch erfassen und einordnen.

Dabei geht es nicht nur um Prozesse, sondern vor allem um ein gemeinsames Verständnis. Fachbereiche und IT kommen an einen Tisch und klären, was wirklich gebraucht wird. Diese Abstimmung hilft, früh die richtigen Entscheidungen zu treffen und unnötige Komplexität zu vermeiden.

Veränderung beginnt in der Organisation

Michael Diebel (Senior Consultant) machte deutlich, dass der schwierigste Teil nicht die Technik ist. Entscheidend ist, wie gut sich eine Organisation auf neue Arbeitsweisen einlässt.

Mit der Public Cloud werden Abläufe transparenter. Themen wie Excel-basierte Nebenlösungen oder uneinheitliche Prozesse lassen sich nicht mehr einfach fortführen. Das zwingt Unternehmen dazu, sich ehrlich mit bestehenden Strukturen auseinanderzusetzen.

Wichtig ist dabei, die Mitarbeitenden mitzunehmen, Verantwortung klar zu regeln und Entscheidungen bewusst zu treffen. Ohne diese Grundlage wird es im Projektverlauf schnell schwierig.

Erweiterungen sinnvoll nutzen

Enzo Schröder (SAP S/4HANA Cloud Development) und Dominik Schween (SAP BTP Teamlead & Solution Architect) zeigten, wie sich Anforderungen heute umsetzen lassen, ohne das System unnötig zu verkomplizieren. Der Gedanke dahinter ist einfach: Der Kern bleibt stabil, Erweiterungen werden außerhalb umgesetzt.

Am Beispiel einer Tracking-Lösung wurde deutlich, wie flexibel dieses Vorgehen ist. Neue Funktionen lassen sich vergleichsweise schnell entwickeln, während das System gleichzeitig wartbar bleibt. Auch die stärkere Einbindung der Fachbereiche spielt hier eine wichtige Rolle.

Projektbeispiel: Phoenix Mecano

Florian Flemming (SAP Teamlead & Projektmanager SAP S/4HANA) und Jan Rauschenbach (IT-Projektmanager, Phoenix Mecano) gaben Einblicke in ein laufendes Projekt bei Phoenix Mecano.

Zu Beginn stand die Cloud nicht im Mittelpunkt der Überlegungen. Es gab bereits eine klare Richtung und konkrete nächste Schritte. Erst durch das Digital Discovery Assessment wurde sichtbar, dass sich viele Anforderungen im Standard der Public Cloud abbilden lassen.

Diese Erkenntnis führte zu einer bewussten Kursänderung. Der ursprünglich geplante Weg wurde nicht weiterverfolgt und stattdessen die Entscheidung für SAP S/4HANA Cloud getroffen.

Ein wichtiger Grund für die Entscheidung war zudem die Perspektive: Neue Technologien stehen in der Cloud schneller zur Verfügung und lassen sich leichter nutzen als in klassischen On-Premise-Landschaften.

Daten und KI im Alltag

Torben Henke (SAP Analytics Solution Architect) ging darauf ein, wie Unternehmen Daten sinnvoll einsetzen können. Entscheidend ist, dass Informationen nicht nur gesammelt, sondern im Alltag genutzt werden.

Marcel Firley (Sales Specialist SAP BTP & AI) knüpfte daran an und stellte konkrete Anwendungen für Künstliche Intelligenz vor. Im Mittelpunkt standen Beispiele, die direkt im Tagesgeschäft unterstützen, etwa bei der Verarbeitung von Kundenaufträgen oder durch den Einsatz des SAP-KI-Assistenten Joule.

Der Nutzen wird dort sichtbar, wo Aufgaben einfacher und schneller erledigt werden können.

Standard mit Spielraum

Michael Vogl­samer (SAP Senior Consultant) gab einen Überblick über branchenspezifische Funktionen und vorkonfigurierte Prozesse. Viele Anforderungen lassen sich bereits damit im Standard abdecken.

Gabriele Görtz (Vertriebsleiterin) erklärte, wie Unternehmen das SAP-Partnerökosystem gezielt nutzen können, um zusätzliche Anforderungen abzudecken. Der Vorteil: Erweiterungen lassen sich sauber integrieren und bleiben im Einklang mit dem Gesamtansatz der Public Cloud.

Erfahrungen aus Projekten

Zum Abschluss teilten Robert Nickl (SAP Solution Architect) und Jonas Hellwig (SAP Projektmanager) ihre Erfahrungen aus der Praxis. Erfolgreiche Projekte zeichnen sich vor allem durch Klarheit aus: klare Ziele, klare Entscheidungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT.

Ebenso wichtig ist die Bereitschaft, bestehende Abläufe zu hinterfragen und sich auf Standards einzulassen.

Fazit

Der Real Talk hat gezeigt, dass die Public Cloud heute eine solide Grundlage für moderne Unternehmensprozesse bietet.

Entscheidend ist jedoch nicht nur die Technologie. Es kommt darauf an, wie gut Unternehmen sich vorbereiten, wie klar sie ihre Ziele formulieren und wie konsequent sie Veränderungen umsetzen.

Oder anders gesagt: Die Public Cloud funktioniert dann gut, wenn Unternehmen bereit sind, sich darauf einzulassen und den eigenen Weg entsprechend anzupassen.

 

Stand: 23. März 2026
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