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SAP Basis & Security SAP Patch Day August 2026

Kritisch (Hot News): Unzureichende Autorisierungsprüfung in SAP Commerce Cloud Data Hub Adapter

Produkt: SAP Commerce Cloud (Data Hub Adapter) - COM_CLOUD 2211, 2211-JDK21

Es besteht eine kritische Schwachstelle im Data Hub Adapter von SAP Commerce Cloud, durch die ein nicht authentifizierter Angreifer einen standardmäßig vorhandenen Authentifizierungs-Client missbrauchen und speziell manipulierte Eingaben an unzureichend geschützte Funktionen übermitteln kann.

Die Schwachstelle gefährdet die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Anwendung erheblich und wurde mit einem CVSS Score von 10,0 (kritisch) bewertet.

Bei erfolgreicher Ausnutzung kann ein Angreifer beliebigen Programmcode ausführen und interne Komponenten der SAP-Commerce-Cloud-Umgebung kompromittieren. Voraussetzung ist, dass die betroffene SAP-Commerce-Cloud-Instanz über die aktivierte Data-Hub-Adapter-Erweiterung verfügt.

Die Ursache liegt in unzureichenden Autorisierungsprüfungen sowie einer fehlerhaften Verarbeitung nicht vertrauenswürdiger Eingaben. Dadurch können insbesondere Funktionen des Data-Hub-Adapter-Import-Endpunkts missbräuchlich verwendet werden.

SAP empfiehlt dringend, die bereitgestellten Korrekturen zu implementieren. Die Sicherheitslücke wurde mit SAP Commerce Cloud Update Release 2211.55 sowie SAP Commerce Cloud Update Release 2211-jdk21.17 behoben. Nach der Installation des Updates muss die aktualisierte SAP-Commerce-Cloud-Version neu gebaut und erneut bereitgestellt werden.

Ist eine sofortige Aktualisierung nicht möglich, kann als temporäre Schutzmaßnahme ein IP Filter Set eingerichtet werden, das den Zugriff auf den Endpunkt /datahubadapter/import/** ausschließlich auf die bekannten ausgehenden IP-Adressen des DataHub-Servers beschränkt.

Da der Import-Endpunkt ausschließlich vom DataHub-Server aufgerufen werden sollte, lässt sich die Angriffsfläche dadurch deutlich reduzieren. Der Workaround bietet jedoch keinen vollständigen Schutz, da ein Angreifer mit Zugriff auf den DataHub-Server oder mit der Möglichkeit, Datenverkehr über eine erlaubte IP-Adresse zu senden, die Schwachstelle weiterhin ausnutzen könnte.

Die in Hinweis 3771065 bereitgestellte Korrektur verbessert die Autorisierungsprüfungen und schränkt den Zugriff auf die betroffenen Funktionen ein. Dadurch wird verhindert, dass nicht authentifizierte Angreifer manipulierte Eingaben zur Ausführung von Programmcode oder zur Kompromittierung interner Komponenten verwenden können.

Hoch: Code-Injection-Schwachstelle in SAP Manufacturing Integration and Intelligence

Produkt: SAP Manufacturing Integration and Intelligence - XMII 15.4, 15.5, MII_ADMIN 15.4, 15.5

Es besteht eine hoch eingestufte Code-Injection-Schwachstelle in SAP Manufacturing Integration and Intelligence. Ein Angreifer mit geringen Benutzerrechten kann speziell manipulierte Eingaben übermitteln, durch die die Anwendung Inhalte von einer externen, vom Angreifer kontrollierten Quelle abruft und verarbeitet.

Die Schwachstelle gefährdet die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit des Systems erheblich. Bei erfolgreicher Ausnutzung können beliebige Befehle auf dem zugrunde liegenden Host-System ausgeführt und dadurch auch Ressourcen außerhalb der unmittelbar betroffenen Anwendung beeinträchtigt werden.

Die Ursache liegt in einer Server-Side-Request-Forgery-Schwachstelle, kurz SSRF, innerhalb von XSL-Transformationen. Dabei kann die Anwendung dazu gebracht werden, externe Ressourcen von nicht vorgesehenen Systemen abzurufen und anschließend zu verarbeiten.

Es ist kein Workaround für diese Sicherheitslücke verfügbar. Die SAP empfiehlt daher dringend, die im Sicherheitshinweis aufgeführten Support Packages und Patches zu implementieren.

Mit der Korrektur werden zwei neue Systemeigenschaften zur Absicherung von XSL-Transformationen eingeführt. Nach der Installation des Patches muss die neue Eigenschaft „Secure Transformer“ aktiviert werden.

Zusätzlich müssen im Feld „Allowed Hosts“ ausschließlich die Systeme hinterlegt werden, von denen XSL-Dateien bezogen werden dürfen. Die erlaubten Hosts werden dabei als kommaseparierte Liste gepflegt. Dadurch wird verhindert, dass XSL-Dateien von beliebigen externen oder vom Angreifer kontrollierten Quellen geladen werden können.

Die Konfiguration erfolgt unter „System Administration“ in den „System Properties“. Nach der Aktivierung von „Secure Transformer“ sollten dort ausschließlich tatsächlich benötigte und vertrauenswürdige Hosts hinterlegt werden.

Die in Hinweis 3765948 bereitgestellte Korrektur beschränkt den Abruf externer XSL-Ressourcen auf ausdrücklich freigegebene Systeme und reduziert damit das Risiko einer Ausführung beliebiger Betriebssystembefehle auf dem betroffenen Host.

Kritisch (Hot News): Application Server ABAP für SAP NetWeaver und ABAP Platform

Produkt: Product - SAP NetWeaver and ABAP Platform: KRNL64NUC 7.22, 7.22EXT, KRNL64UC 7.22, 7.22EXT, 7.22EXT2, 7.22EXT3, 7.53, 7.54, 7.77, 7.89, 7.93, 8.04, 9.16 9.18, 9.19, KERNEL 7.22, 7.53, 7.54, 7.77, 7.89, 7.93, 8.04, 9.16, 9.18, 9.19

Es besteht eine kritische Memory-Corruption-Schwachstelle im SAP NetWeaver Application Server ABAP. Ein nicht authentifizierter Angreifer kann logische Fehler bei der Verarbeitung des DIAG-Protokolls ausnutzen und dadurch Speicherbereiche außerhalb der vorgesehenen Grenzen beeinflussen.

Die Schwachstelle gefährdet wurde mit einem CVSS Score von 9,8 (kritisch) bewertet.

Durch die fehlerhafte Prüfung von Speichergrenzen kann es zu einer Speicherbeschädigung kommen. Ein erfolgreicher Angriff kann sensible Systeminformationen offenlegen oder einen Absturz des Systems verursachen. SAP führt im Zusammenhang mit der Schwachstelle zudem Remote Code Execution als mögliches Angriffsszenario auf.

Die Ursache liegt in einer unzureichenden Validierung von Grenzbedingungen bei der Verarbeitung des DIAG-Protokolls. Die bereitgestellte Korrektur ergänzt entsprechende Prüfungen und verhindert dadurch die bekannten Memory-Corruption-Szenarien.

Es ist kein Workaround für diese Sicherheitslücke verfügbar. Die SAP empfiehlt daher dringend, den für die jeweilige Kernel-Version bereitgestellten Patch einzuspielen.

Die Korrektur wird abhängig von der Kernel-Version über die Archive DW.SAR beziehungsweise über SAPEXE.SAR und SAPEXEDB.SAR ausgeliefert. SAP empfiehlt grundsätzlich, den neuesten verfügbaren SP-Stack-Kernel einzusetzen, sofern dieser die Korrektur bereits enthält. Ein Hotfix sollte insbesondere dann verwendet werden, wenn die Korrektur benötigt wird, bevor ein entsprechender SP-Stack-Kernel verfügbar ist.

Bei nicht mehr gewarteten Kernel-Versionen kann ein Wechsel auf einen kompatiblen Downward Compatible Kernel erforderlich sein. Zusätzlich sollten vor der Installation die SAP-Hinweise zu möglichen Regressionen des vorgesehenen Kernel-Patchlevels geprüft werden.

Die bereitgestellte Korrektur stellt eine korrekte Prüfung der Speichergrenzen bei der DIAG-Protokollverarbeitung sicher und verhindert damit die Ausnutzung der fehlerhaften Speicherverwaltung.

Kritisch (Hot News): Code-Injection-Schwachstelle in SAP Manufacturing Integration and Intelligence

Produkt: SAP Manufacturing Integration and Intelligence
Version(s) - XMII 15.4, 15.5

Es besteht eine kritische Code-Injection-Schwachstelle in SAP Manufacturing Integration and Intelligence. Ein Angreifer mit hohen Benutzerrechten kann speziell manipulierte Eingaben an bestimmte Funktionen übermitteln, die ohne ausreichende Validierung verarbeitet werden.

Die Schwachstelle gefährdet die Anwendung erheblich und wurde mit einem CVSS Score von 9,1 (kritisch) bewertet.

Bei erfolgreicher Ausnutzung kann ein Angreifer beliebige Befehle auf dem zugrunde liegenden Betriebssystem ausführen. Dadurch können sensible Informationen ausgelesen, Daten verändert und die Verfügbarkeit des Systems beeinträchtigt werden.

Die Sicherheitslücke befindet sich in der Komponente IllumXSLTServlet, die für XSL-Transformationen verwendet wird. Voraussetzung für einen erfolgreichen Angriff ist, dass ein Benutzer Zugriff auf die Aktion XMII_IllumXSLTServlet besitzt und die betroffene Servlet-Funktion in kundeneigenen Anwendungen, Services oder Integrationen tatsächlich genutzt wird.

Die SAP entfernt die verwundbare Komponente vollständig aus SAP MII. Implementierungen, die das Servlet bisher für XSL-Transformationen verwenden, müssen zukünftig auf den XSL-Transformation-Action-Block umgestellt werden.

Als temporäre Schutzmaßnahme sollte die Aktion XMII_IllumXSLTServlet keiner Rolle zugewiesen werden. Laut der SAP enthält keine standardmäßig ausgelieferte MII-Rolle diese Berechtigung. Ohne Zugriff auf diese Aktion kann die Sicherheitslücke nicht ausgenutzt werden.

Falls das Servlet innerhalb einer bestehenden Implementierung als Service verwendet wird, empfiehlt die SAP dringend, diese Nutzung durch den XSL-Transformation-Action-Block zu ersetzen.

Die SAP empfiehlt, die im Sicherheitshinweis 3758900 aufgeführten Support Packages und Patches zeitnah zu implementieren. Die bereitgestellte Korrektur entfernt die verwundbare IllumXSLTServlet-Komponente und verhindert damit die Ausnutzung der unsicheren XSL-Verarbeitung.

Hoch: Privilege-Escalation-Schwachstelle in SAP ABAP Development Tools

Produkt: SAP ABAP Developer Tools - SAP_BASIS 750, SAP_BASIS 751, SAP_BASIS 752, SAP_BASIS 753, SAP_BASIS 754, SAP_BASIS 755, SAP_BASIS 756, SAP_BASIS 757, SAP_BASIS 758, SAP_BASIS 816, SAP_BASIS 918, SAP_BASIS 920

Es besteht eine hoch eingestufte Privilege-Escalation-Schwachstelle in den SAP ABAP Development Tools. Ein Angreifer mit geringen Benutzerrechten kann aufgrund fehlender Autorisierungsprüfungen bestimmte Datenbankoperationen gegen einen SAP NetWeaver Application Server ABAP ausführen.

Betroffen ist insbesondere die SQL Console der SAP ABAP Development Tools. Dort konnten sogenannte Host Expressions innerhalb von SQL-Anweisungen verwendet werden, um Werte dynamisch zu übergeben. Dadurch ließ sich der ursprünglich vorgesehene Funktionsumfang der SQL Console umgehen und es konnten unter bestimmten Voraussetzungen nicht autorisierte Datenbankänderungen durchgeführt werden.

Ein erfolgreicher Angreifer könnte dadurch sensible Daten auslesen, Anwendungsdaten verändern oder den Zugriff legitimer Benutzer auf Daten und Funktionen beeinträchtigen.

SAP hat die betroffene Funktion der SQL Console angepasst und die Verwendung von Host Expressions entsprechend eingeschränkt. Die SAP empfiehlt, die im Sicherheitshinweis genannten Korrekturanweisungen beziehungsweise Support Packages zeitnah zu implementieren.

Als temporäre Schutzmaßnahme empfiehlt die SAP, die Berechtigungsobjekte S_TABU_NAM und S_TABU_DIS keinem Benutzer zuzuweisen. Diese Berechtigungsobjekte ermöglichen den Zugriff auf Tabellen über generische Standardwerkzeuge und können damit auch für Zugriffe über die SQL Console relevant sein.

Da S_TABU_NAM und S_TABU_DIS in vielen SAP-Landschaften für administrative oder fachliche Tätigkeiten benötigt werden, sollte vor einer Entfernung geprüft werden, welche Benutzer und Rollen diese Berechtigungen tatsächlich benötigen. Der Workaround ist lediglich als vorübergehende Maßnahme vorgesehen und ersetzt nicht die Installation der bereitgestellten Korrektur.

Die in Hinweis 3772411 bereitgestellte Korrektur stellt sicher, dass die SQL Console Host Expressions nur noch innerhalb des vorgesehenen Funktionsumfangs verarbeitet und verhindert damit nicht autorisierte Datenbankoperationen.

Hoch: Buffer-Overflow-Schwachstelle beinträchtigt SAP Commerce Cloud in public‑cloud deployments with NGINX

Produkt: SAP Commerce Cloud - COM_CLOUD 2211, 2211-JDK21, DHUB_CLOUD 2211, 2211-JDK21

Es besteht eine hoch eingestufte Buffer-Overflow-Schwachstelle in SAP Commerce Cloud in der Public Cloud. Ursache ist eine verwundbare Version von NGINX Open Source, die beim Hosting von JavaScript-Storefronts verwendet wurde.

Ein nicht authentifizierter Angreifer kann speziell manipulierte Anfragen senden, die unter bestimmten Voraussetzungen eine Speicherbeschädigung in einem internen Prozess auslösen können. Werden zusätzlich vorhandene Speicherschutzmechanismen umgangen, kann dies im schlimmsten Fall zur Ausführung beliebigen Programmcodes führen.

Für eine erfolgreiche Ausnutzung müssen zusätzliche Bedingungen erfüllt sein, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Angreifers liegen. Dennoch besteht aufgrund der möglichen Auswirkungen auf das gesamte System ein relevantes Sicherheitsrisiko.

Die SAP hat die betroffene NGINX-Komponente gemäß der SAP Cloud Patch Policy aktualisiert. Die Korrektur ist bereits auf allen SAP-Commerce-Cloud-Systemen in der Public Cloud vorhanden und wird mit der Cloud-Produktversion 2610-5 bereitgestellt.

Kunden müssen jedoch einen neuen Build ihrer SAP-Commerce-Cloud-Anwendung erstellen und diesen erneut in die jeweiligen Umgebungen deployen, damit die gepatchten Komponenten tatsächlich verwendet werden. Kunden, die nach dem 2. Juni 2026 bereits neu gebaut und deployt haben, haben die Korrektur laut SAP bereits übernommen.

Es ist kein Workaround für diese Sicherheitslücke verfügbar. Die SAP empfiehlt daher, sofern noch nicht erfolgt, zeitnah einen neuen Build zu erstellen und diesen in allen betroffenen Umgebungen bereitzustellen.

Die in Hinweis 3773203 bereitgestellte Korrektur aktualisiert die verwundbare NGINX-Komponente und verhindert damit die bekannten Speicherfehler, die zu einer möglichen Ausführung beliebigen Programmcodes führen können.

Hoch: Offenlegung von Zugangsdaten in SAP BusinessObjects Business Intelligence Platform (Central Management Server)

Produkt: SAP BusinessObjects Business Intelligence Platform (Central Management Server) - SAP_BASIS 750, SAP_BASIS 751, SAP_BASIS 752, SAP_BASIS 753, SAP_BASIS 754, SAP_BASIS 755, SAP_BASIS 756, SAP_BASIS 757, SAP_BASIS 758, SAP_BASIS 816, SAP_BASIS 918, SAP_BASIS 920, ENTERPRISE 430, 2025, 2027

Es besteht eine hoch eingestufte Schwachstelle in der SAP BusinessObjects Business Intelligence Platform. Bestimmte sensible Zugangsdaten, die Benutzerobjekten zugeordnet sind, werden mit einem fest hinterlegten kryptografischen Schlüssel gespeichert.

Ein Angreifer mit hohen Benutzerrechten und lokalem Zugriff auf den Server könnte die entsprechenden Benutzerobjekte auslesen und die darin gespeicherten Zugangsdaten entschlüsseln. Dadurch können sensible Authentifizierungsinformationen offengelegt und geschützte Informationen verändert werden.

Die SAP führt auf neuen Systemen beziehungsweise auf Systemen ohne bereits vorhandene sekundäre Zugangsdaten automatisch eine Schlüsselrotation durch. Dadurch werden die betroffenen Zugangsdaten mit einem neuen kryptografischen Schlüssel geschützt.

Bei Systemen, auf denen bereits vor dem Upgrade sekundäre Zugangsdaten vorhanden waren, sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. In diesem Fall muss gemäß SAP KBA 3763536 ein neuer Schlüssel manuell oder automatisch erzeugt und anschließend eine erneute Verschlüsselung der bestehenden Zugangsdaten durchgeführt werden.

Es ist kein Workaround für diese Sicherheitslücke verfügbar. Die SAP empfiehlt daher, die im Sicherheitshinweis 3756565 aufgeführten Support Packages und Patches zu implementieren und bei bestehenden sekundären Zugangsdaten zusätzlich die erforderliche Schlüsselrotation durchzuführen.

Die bereitgestellte Korrektur ersetzt die Verwendung des fest hinterlegten kryptografischen Schlüssels durch eine sichere Schlüsselverwaltung und verhindert damit, dass gespeicherte Zugangsdaten mit einem allgemein bekannten Schlüssel entschlüsselt werden können.

Hoch: Directory-Traversal-Schwachstelle in SAP Manufacturing Integration and Intelligence

Produkt: SAP Manufacturing Integration and Intelligence - XMII 15.4, 15.5

Es besteht eine hoch eingestufte Directory-Traversal-Schwachstelle in SAP Manufacturing Integration and Intelligence. Ein Angreifer mit hohen Benutzerrechten kann speziell manipulierte Eingaben verwenden, um eine unzureichende Prüfung von Dateipfaden innerhalb bestimmter Funktionen auszunutzen.

Für eine erfolgreiche Ausnutzung muss zusätzlich ein legitimer Benutzer auf vom Angreifer beeinflusste Inhalte zugreifen. Darüber hinaus hängt der Angriff von weiteren Bedingungen ab, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Angreifers liegen.

Die Ursache liegt in einer unzureichenden Validierung von Dateipfaden innerhalb der SSCE-Funktionalität. Dadurch können Dateien unter bestimmten Umständen außerhalb des ursprünglich vorgesehenen Verzeichnisses gespeichert werden und auch andere Komponenten des Systems beeinflussen.

Als temporäre Schutzmaßnahme empfiehlt SAP, die Rolle XMII_Developer nur den Benutzern zuzuweisen, die diese Berechtigung tatsächlich benötigen. Zusätzlich sollte SAP-Hinweis 3158613 implementiert werden, um mögliche Injection-Angriffe im Zusammenhang mit der Directory-Traversal-Schwachstelle weiter einzuschränken.

Die SAP weist darauf hin, dass diese Maßnahmen lediglich einen temporären Schutz darstellen und die Installation der eigentlichen Korrektur nicht ersetzen und empfiehlt daher, die in dem Sicherheitshinweis 3759854 aufgeführten Support Packages und Patches zeitnah einzuspielen.

Die bereitgestellte Korrektur erweitert die Validierung der über die SSCE-Schnittstelle verwendeten Dateipfade. Dadurch wird verhindert, dass Dateien außerhalb des vorgesehenen Verzeichnisses gespeichert werden können.

Hoch: Fehlende Autorisierungsprüfung in SAP Manufacturing Integration and Intelligence

Produkt: SAP Manufacturing Integration and Intelligence, Versionen – XMII 15.4 und XMII 15.5

Es besteht eine hoch eingestufte Schwachstelle aufgrund fehlender Autorisierungsprüfungen in SAP Manufacturing Integration and Intelligence. Ein nicht authentifizierter Angreifer kann aus der Ferne auf bestimmte Funktionen im Bereich der Termin- und Ablaufplanung zugreifen, ohne dass die erforderlichen Berechtigungen ausreichend geprüft werden.

Bei erfolgreicher Ausnutzung kann ein Angreifer auf von der Anwendung verwaltete Planungsdaten zugreifen und diese auslesen, neu anlegen, verändern oder löschen. Dadurch können bestehende Zeit- und Ablaufplanungen manipuliert und betriebliche Prozesse beeinträchtigt werden.

Die Ursache liegt in einer fehlenden Autorisierungsprüfung für bestimmte planungsbezogene Anwendungsfunktionen. Dadurch können diese Funktionen auch ohne die eigentlich erforderlichen Berechtigungen aufgerufen werden.

Es ist kein Workaround für diese Sicherheitslücke verfügbar. SAP empfiehlt daher, die im Sicherheitshinweis 3758657 aufgeführten Support Packages und Patches zeitnah zu implementieren.

Mit der bereitgestellten Korrektur werden für die betroffene Konfigurationsseite zusätzliche Rollenzuweisungen erforderlich. Dadurch wird sichergestellt, dass ausschließlich entsprechend berechtigte Benutzer auf die betroffenen Funktionen zugreifen und Planungsdaten verwalten können.

Hoch: Mehrere Schwachstellen in SAP Business AI Platform Approuter

Produkt: SAP Business AI Platform (Approuter) Versionen <23.0.0

Es bestehen mehrere hoch eingestufte Schwachstellen im SAP Business AI Platform Approuter. Betroffen sind unter anderem die Verarbeitung von Authentifizierungsinformationen, Zertifikaten, WebSocket-Verbindungen, Session-Kontexten sowie die Weiterleitung von Requests an Backend-Systeme.

Die schwerwiegendste Schwachstelle wurde mit einem CVSS Score von 7,0 (hoch) bewertet.

Bei CVE-2026-58230 validiert der Approuter bestimmte Token-Inhalte in speziellen Konfigurationen nicht ausreichend. Ein nicht authentifizierter Angreifer kann dadurch manipulierte Token verwenden, um sensible Zugangsdaten an ein von ihm kontrolliertes Ziel weiterzuleiten. Voraussetzung ist eine IAS-basierte Authentifizierung ohne X.509-Zertifikat.

Weitere Schwachstellen betreffen unter anderem eine unzureichende Zertifikatsprüfung, fehlende Autorisierungsprüfungen, fehlerhafte Session-Validierungen, WebSocket-Zugriffe, HTTP Request Smuggling, Cross-Site Request Forgery sowie mehrere Denial-of-Service-Szenarien. Die konkrete Ausnutzbarkeit hängt dabei jeweils von der eingesetzten Konfiguration ab, beispielsweise von IAS, XSUAA, WebSocket-Nutzung, dem service2approuter-Flow oder einer vorhandenen Redis-Installation.

SAP empfiehlt vor der Implementierung zunächst zu prüfen, ob die XSUAA-redirect-uris korrekt und ausreichend restriktiv konfiguriert sind. Anschließend sollte das Node.js-Paket @sap/approuter auf Version 23.0.0 oder höher aktualisiert werden.

Als temporäre Schutzmaßnahme kann für CVE-2026-58230 IAS mit X.509-Zugangsdaten an den Approuter gebunden werden. Für die Cross-Site-Request-Forgery-Schwachstelle CVE-2026-66775 empfiehlt SAP, die Einstellung STATE_PARAMETER_SECRET explizit auf true zu setzen.

Die im Sicherheitshinweis 3786038 bereitgestellte Korrektur adressiert die verschiedenen Schwachstellen zentral über die Aktualisierung des SAP Approuter. Dadurch werden insbesondere die Prüfung von Token- und Session-Informationen, Zertifikaten, Autorisierungen und weitergeleiteten Requests verbessert.

Update: Directory-Traversal-Schwachstelle in SAP NetWeaver Application Server Java

Produkt: SAP Change and Transport System Attach Tool (ctsattach) CTS_UPLOAD_CLT 1

Am 14. Juli 2026 wurde der Hinweis erneut veröffentlicht und die Informationen zu den verfügbaren Support Packages und Patches aktualisiert. Die Korrektur für ENGINEAPI 7.50 wurde dabei für die Support Packages SP020 bis SP028 ergänzt beziehungsweise erweitert.

Mehr dazu finden Sie unter dem Hinweis: 3727078


Nähere Informationen zu allen veröffentlichten Sicherheitslücken des SAP Patch Day August 2026 und weiteren Sicherheitshinweisen finden Sie hier.

Wenn Sie Unterstützung bei der Bewertung der Sicherheitslücken in Bezug auf Ihre Systeme benötigen, wenden Sie sich gern direkt an René Studtmann.

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