Kritisch (Hot News): XML-Signature-Wrapping in der SAML-Authentifizierung von SAP NetWeaver AS ABAP und ABAP Platform
Produkt: SAP NetWeaver AS ABAP und ABAP Platform, Versionen – SAP_BASIS 702, SAP_BASIS 731, SAP_BASIS 740, SAP_BASIS 750, SAP_BASIS 751, SAP_BASIS 752, SAP_BASIS 753, SAP_BASIS 754, SAP_BASIS 755, SAP_BASIS 756, SAP_BASIS 757, SAP_BASIS 758, SAP_BASIS 816, SAP_BASIS 918, SAP_BASIS 919
Es besteht eine kritische Schwachstelle durch XML-Signature-Wrapping in der SAML-Authentifizierung von SAP NetWeaver Application Server ABAP und ABAP Platform. Ein authentifizierter Angreifer mit normalen Berechtigungen kann eine gültig signierte Nachricht erlangen und veränderte signierte XML-Dokumente an die prüfende Komponente senden. Die Schwachstelle wurde mit einem CVSS Score von 9,9 (kritisch) bewertet.
Bei erfolgreicher Ausnutzung können manipulierte Identitätsinformationen akzeptiert werden. Dadurch kann ein Angreifer unberechtigt auf sensible Benutzerdaten zugreifen und die normale Systemnutzung stören. SAP bewertet die Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit jeweils als hoch.
SAP hat die betroffenen Funktionen so verbessert, dass die XML-Signatur korrekt geprüft wird. Kunden sollten die im Sicherheitshinweis genannten Korrekturanweisungen oder Support Packages implementieren. Als temporären Workaround nennt SAP die Deaktivierung der SAML-Authentifizierung, weist jedoch darauf hin, die Anwendbarkeit für die eigene Systemlandschaft vorher zu prüfen und die Korrekturen dennoch umzusetzen.
Mehr dazu finden Sie unter dem Hinweis: 3746332
Kritisch (Hot News): Memory-Corruption-Schwachstelle im SAP Kernel für SAP NetWeaver AS ABAP und ABAP Platform
Produkt: SAP NetWeaver AS ABAP und ABAP Platform, Versionen – KRNL64NUC 7.22, 7.22EXT, KRNL64UC 7.22, 722EXT, 7.53, KERNEL 7.22, 7.53, 7.54, 7.77, 7.89, 7.93, 9.16, 9.18, 91.9
Es besteht eine kritische Memory-Corruption-Schwachstelle im SAP Kernel, der vom Application Server ABAP von SAP NetWeaver und der ABAP Platform verwendet wird. Ein nicht authentifizierter Angreifer kann eine speziell präparierte RFC-Anfrage senden, die logische Fehler in der Speicherverwaltung ausnutzt. Die Schwachstelle wurde mit einem CVSS Score von 9,8 (kritisch) bewertet.
Die Ursache liegt in einer unzureichenden Validierung des RFC-Protokolls im SAP Kernel. Bei erfolgreicher Ausnutzung kann es zu Speicherbeschädigung kommen. SAP bewertet die Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit jeweils als hoch.
SAP behebt das Problem durch eine verbesserte RFC-Protokollvalidierung im SAP Kernel. Die Korrektur wird über die im Hinweis genannten Kernel-Patch-Level ausgeliefert und ist auch in nachfolgenden Kernel-Patch-Leveln enthalten. SAP empfiehlt, den passenden Kernel-Patch gemäß den SAP-Empfehlungen einzuspielen. Ein Workaround steht laut SAP nicht zur Verfügung.
Mehr dazu finden Sie unter dem Hinweis: 3717897
Kritisch (Hot News): Potenzielle Spring-Security-Schwachstelle in SAP Commerce Cloud und SAP Data Hub
Produkt: SAP Commerce Cloud und SAP Data Hub, Versionen – HY_COM 2205, HY_DHUB 2205, COM_CLOUD 2211, 2211-JDK21, DHUB_CLOUD 2211
Es besteht eine kritische potenzielle Schwachstelle in SAP Commerce Cloud und SAP Data Hub durch die Verwendung einer Spring-Security-Version, die von CVE-2026-22732 betroffen sein kann. Unter bestimmten Bedingungen schreibt Spring Security HTTP-Antwortheader, einschließlich wichtiger Sicherheitsheader, nicht wie vorgesehen. Die Schwachstelle wurde mit einem CVSS Score von 9,1 (kritisch) bewertet.
Die Schwachstelle tritt auf bestimmten Anfragepfaden auf, wenn die HTTP-Antwort so abgeschlossen wird, dass Spring Security die Header nicht mehr vor dem Versand an den Client schreiben kann. In SAP Commerce Cloud existiert zwar ein mehrschichtiger Mechanismus für HTTP-Sicherheitsheader, dieser bietet jedoch keinen Fallback für Header, die ausschließlich von Spring Security verwaltet werden. SAP bewertet die Auswirkungen auf Vertraulichkeit und Integrität als hoch, die Verfügbarkeit ist nicht betroffen.
SAP behebt das potenzielle Risiko durch ein Upgrade von Spring Security auf nicht betroffene Versionen. Die Korrekturen sind in SAP Commerce Patch Release 2205.50, SAP Commerce Cloud Public Cloud Update Release 2211.52 und 2211-jdk21.10 sowie in SAP Data Hub Patch Release 2205.50 und 2211.52 enthalten. Nach der Installation eines Patches muss die aktualisierte SAP Commerce Cloud Version neu gebaut und neu deployt werden. Ein Workaround, der das Anwendungsverhalten nicht verändert, steht laut SAP nicht zur Verfügung. SAP empfiehlt daher die Installation der genannten Patch- bzw. Update-Releases.
Mehr dazu finden Sie unter dem Hinweis: 3748262
Kritisch (Hot News): Directory-Traversal-Schwachstelle in SAP NetWeaver Application Server Java (Web Container)
Produkt: SAP NetWeaver Application Server Java (Web Container), Version – ENGINEAPI 7.50
Es besteht eine kritische Directory-Traversal-Schwachstelle im Web Container von SAP NetWeaver Application Server Java. Ein nicht authentifizierter Angreifer kann eine schädliche HTTP-Logon-Anfrage erstellen, die Parameter zur Dateieinbindung manipuliert. Die Schwachstelle wurde mit einem CVSS Score von 9,0 (kritisch) bewertet.
Durch die Manipulation kann ein Pfadwechsel ausgelöst und eine eingebundene Datei verarbeitet werden. Dies kann dazu führen, dass sensible Informationen eingesehen oder verändert werden oder Teile des lokalen Systems nicht mehr verfügbar sind. SAP nennt hohe Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.
Die Ursache liegt in einer unzureichenden Pfadvalidierung. SAP weist darauf hin, dass für einen erfolgreichen Angriff zusätzliche Umstände erforderlich sind, die nicht vollständig unter Kontrolle des Angreifers stehen. Mit der Korrektur verhindert der Web Container den Zugriff außerhalb des vorgesehenen Kontexts. SAP empfiehlt, die im Hinweis genannten Support Packages und Patches einzuspielen. Ein Workaround steht laut SAP nicht zur Verfügung.
Mehr dazu finden Sie unter dem Hinweis: 3727078
Hoch: Mehrere Schwachstellen in Apache Tomcat innerhalb von SAP Commerce Cloud
Produkt: SAP Commerce Cloud, Versionen – HY_COM 2205, COM_CLOUD 2211, 2211-JDK21
SAP adressiert mehrere bekannte Schwachstellen in Apache Tomcat innerhalb von SAP Commerce Cloud. Betroffen sind Mechanismen zur zertifikatsbasierten Authentifizierung und Zertifikatsvalidierung. Die Schwachstellen wurden mit einem CVSS Score von 7,4 (hoch) bewertet.
CVE-2026-29145 betrifft Fälle, in denen die Client-Zertifikatsauthentifizierung unter bestimmten nicht standardmäßigen Konfigurationen fehlerhaft erfolgreich sein kann. CVE-2025-66614 betrifft eine fehlende Übereinstimmungsprüfung zwischen SNI und HTTP-Host-Header, wodurch in bestimmten Konfigurationen eine Client-Zertifikatsprüfung umgangen werden kann. CVE-2026-24734 betrifft eine unzureichende Prüfung von OCSP-Antworten, wodurch widerrufene Zertifikate zur Authentifizierung genutzt werden könnten.
SAP bewertet die Auswirkungen auf Vertraulichkeit und Integrität als hoch, die Verfügbarkeit ist nicht betroffen. SAP Commerce Cloud wird mit einer Apache-Tomcat-Version ausgeliefert, die diese potenziellen Schwachstellen enthält. SAP behebt das Risiko durch ein Upgrade von Apache Tomcat auf nicht betroffene Versionen. Die Korrektur ist unter anderem in SAP Commerce Patch Release 2205.50, SAP Commerce Cloud in the Public Cloud Update Release 2211.52 und 2211-jdk21.11 enthalten. Kunden sollten die im Hinweis genannten Patches oder Update Releases einspielen. SAP nennt einen temporären Workaround, empfiehlt aber die Installation der Korrekturen.
Mehr dazu finden Sie unter dem Hinweis: 3747484
Hoch: Fehlende Autorisierungsprüfung in SAP NetWeaver AS ABAP und ABAP Platform
Produkt: SAP NetWeaver AS ABAP und ABAP Platform, Versionen – SAP_BASIS 700, SAP_BASIS 701, SAP_BASIS 702, SAP_BASIS 731, SAP_BASIS 740, SAP_BASIS 750, SAP_BASIS 751, SAP_BASIS 752, SAP_BASIS 753, SAP_BASIS 754, SAP_BASIS 755, SAP_BASIS 756, SAP_BASIS 757, SAP_BASIS 758, SAP_BASIS 816
Es besteht eine Schwachstelle durch fehlende Autorisierungsprüfungen im Application Server ABAP von SAP NetWeaver und der ABAP Platform. Ein authentifizierter Angreifer mit niedrigen Berechtigungen kann einen Befehl zur Reporterzeugung ausführen und dadurch Informationen eines anderen Benutzers überschreiben. Die Schwachstelle wurde mit einem CVSS Score von 7,1 (hoch) bewertet.
Bei erfolgreicher Ausnutzung kann es zu einer Rechteausweitung kommen. SAP bewertet die Auswirkungen auf die Integrität als hoch und auf die Verfügbarkeit als gering. Auf die Vertraulichkeit hat die Schwachstelle laut SAP keine Auswirkungen.
SAP behebt die Schwachstelle durch eine differenzierte Autorisierungsprüfung. Kunden sollten das im Sicherheitshinweis referenzierte Support Package einspielen oder die Korrekturanweisung implementieren. Ein Workaround steht laut SAP nicht zur Verfügung.
Mehr dazu finden Sie unter dem Hinweis: 3735546
Nähere Informationen zu allen veröffentlichten Sicherheitslücken des SAP Patch Day Juni finden Sie hier.
Wenn Sie Unterstützung bei der Bewertung der Sicherheitslücken in Bezug auf Ihre Systeme benötigen, wenden Sie sich gern direkt an René Studtmann.


















