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News & Wissen Make your SAP Custom Code ready for SAP S/4HANA again!

Wie Sie Ihren Custom Code SAP S/4HANA-ready machen

Sicherlich fragen Sie sich an dem ein oder anderen Punkt in der Vorbereitung auf ein SAP S/4HANA-Projekt, wie viele Eigenentwicklungen in Ihrer SAP-Landschaft stecken? Zu groß ist meist das Gewirr an Z-Entwicklungen oder Z-Transaktionen, zu groß die Anzahl an Eigenentwicklungen in Ihrer SAP-Landschaft und zu klein das Team, das am Ende die Landschaft sauber hält. Dabei sind viele Eigenentwicklungen ein gutes Zeichen, denn sie bedeuten optimale Anpassung Ihrer IT an die individuellen Geschäftsprozesse. Diese einzeln manuell anzuschauen ist keine Lösung, da der Aufwand hierfür viel zu hoch ist.

Von der SAP zur Verfügung gestellte Werkzeuge, wie der SAP Readiness Check 2.0, bieten meist nur ein statisches Dokument. Sie bieten keine Möglichkeit, die Objekte wirklich anzufassen. Wussten Sie, dass die SAP seinen Kunden ein viel mächtigeres Werkzeug zum Umgang mit Eigenentwicklungen kostenfrei zur Verfügung stellt? Dieses Werkzeug ist der SAP Solution Manager 7.2.
Das Behandeln von Eigenentwicklungen ist ein elementarer Bestandteil des SAP Application Lifecycle Managements (kurz ALM). Mit dem Custom Code Management können Sie Ihr SAP-System deutlich aufpolieren und sind somit bestens gerüstet für eine anstehende SAP S/4HANA-Migration.

Wie kann ich meine Eigenentwicklungen zentral abbilden?

Viele Kunden folgen dem klassischen Leitspruch „never touch a running system“. In vielen Fällen ist dieser Leitspruch durchaus eine gute Empfehlung. Denn wenn es um Z-Entwicklungen geht, gilt: Ungenutzte Eigenentwicklungen steigern Ihre Kosten. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um ein anstehendes SAP S/4HANA-Projekt oder um den laufenden Betrieb Ihrer SAP-Landschaft handelt.
Ungenutzte Eigenentwicklungen werden vor einer SAP S/4HANA-Transformation aussortiert. Dies bedeutet, dass dieser Code gar nicht erst berücksichtigt wird. Stellen Sie sich vor, Sie bezahlen hohe Beratungskosten für eine SAP S/4HANA-Migration und die Hälfte Ihrer Eigenentwicklungen wird gar nicht mehr genutzt!

Um eine wirklich aussagekräftige Analyse zu erstellen, empfehlen wir eine Vorlaufzeit des Custom Code Managements von mindestens einem Jahr. Wieso? Weil damit sichergestellt wird, dass Prozesse wie der Jahresabschluss ebenfalls berücksichtigt werden.

Welche Ziele verfolgt das Custom Code Management?

Vier essenzielle Ziele verfolgt die SAP mit dem Custom Code Management:

  1. Entfernen: Entfernen von Eigenentwicklungen, die als ungenutzt identifiziert oder im Rahmen von Upgrades durch den SAP Standard ersetzt wurden
  2. Vermeiden: Vermeiden von Entwicklungsaufwand, indem Ähnlichkeiten zu anderen Reports oder zu SAP Standardfunktionalitäten analysiert werden
  3. Ersetzen: Regelmäßiges Ersetzen von obsoleten Reports und Objekten, die durch Standardfunktionalitäten ersetzt werden
  4. Optimieren: Nutzung des Custom Code Management, um die Qualität der Eigenentwicklungen in der SAP-Landschaft zu verbessern und zu optimieren

Wie kann ich diese Ziele erreichen?

Schritt 1: Entfernen

Das Entfernen von ungenutzten Eigenentwicklungen unterliegt einem strikten Prozess, der gut durchdacht werden muss. Trennen Sie sich von Altlasten, um Ihre SAP-Landschaft zu optimieren. In einem ersten Schritt werden alle Entwicklungsobjekte aus Ihrer SAP-Landschaft gesammelt. Somit haben Sie bereits volle Transparenz über alle Objekte. Der nächste Schritt beinhaltet die Identifikation eines nicht mehr genutzten Objektes. Um sicherzustellen, dass das Objekt auch über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wird, besteht eine Schonfrist für das Objekt. Wird das Objekt tatsächlich nicht mehr verwendet, kommt es zur Löschung.

Schritt 2: Optimieren

Sobald Sie Ihre ungenutzten Eigenentwicklungen entfernt haben (Schritt 1), können Sie Ihren bestehenden Code optimieren (Schritt 2). Erfahrungswerten der SAP zufolge bestehen bei mehr als 60 Prozent der kundeneigenen Objekte Qualitätsprobleme. Das kann viele verschiedene Ursachen haben, wie beispielsweise keine Vorlage von Entwicklerrichtlinien, Entwicklungen durch unerfahrene Entwickler oder nicht genügend Zeit zur Optimierung.

Ein schlechter Code bedeutet final hohe Betriebskosten durch Wartungen am System, aber auch die System-Performance kann darunter leiden. Wenn beispielsweise eine umfangreiche SQL-Anfrage verwendet wird, die verschlankt werden könnte und somit zu einer kürzeren Laufzeit führt.

Im Hinblick auf eine SAP S/4HANA-Migration gibt es meist zwei Herausforderungen am Custom Code:

  1. Quellcode ist nicht lauffähig unter SAP S/4HANA
  2. Quellcode läuft erheblich langsamer unter SAP S/4HANA

Das Ausmaß beider Probleme kann schon im Vorfeld einer SAP S/4HANA-Migration minimiert werden. SAP liefert bereits im Standard eine Menge vordefinierter Checks, gegen die Ihre Eigenentwicklungen geprüft werden können. Das wohl bekannteste Prüfset ist FUNCTIONAL_DB.
Interessanter sind jedoch die Prüfsets, die auf eine SAP S/4HANA-Kompatibilität abzielen.

Sie können mit Hilfe des SAP Solution Managers schicke Dashboards und webbasierte Workcenter verwenden und somit direkte Handlungsempfehlungen hinsichtlich Ihres Custom Codes erhalten.

Fazit:

Wie sie bereits bemerkt haben, ist es unerlässlich eine Custom Code Management-Strategie zu definieren. Der SAP Solution Manager 7.2 als zentrales SAP ALM-Werkzeug ist zur Realisierung einer solchen Strategie bestens geeignet, insbesondere in Bezug auf eine anstehende SAP S/4HANA-Migration.

Die wesentlichen Mehrwerte nochmal zusammengefasst:

  1. Kostenreduktion während Upgrades durch Fokus auf relevante Eigenentwicklungen
  2. Löschen von ungenutzten sowie obsoleten Objekten
  3. Dokumentation des Inhabers und anderen Informationen über das Objekt
  4. Transparenz über die Anzahl von Eigenentwicklungen, die Nutzung, die Qualität und viele andere hilfreiche Informationen in Ihrer SAP-Landschaft

 

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