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SAP S/4HANA Cloud Public Edition Release 2508

New Releases - SAP S/4HANA SAP S/4HANA Cloud Public Edition Release 2508 - die Highlights im Überblick

Mit dem neuen SAP S/4HANA Cloud Public Edition Release 2508 profitieren Unternehmen aller Branchen von erweiterten Möglichkeiten, die konsequent auf die Zukunft ausgerichtet sind. Die kontinuierliche Weiterentwicklung bringt nicht nur optimierte Funktionalitäten, sondern auch echte Innovationen, die den steigenden Anforderungen an Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit gerecht werden. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir die wichtigsten Neuerungen kompakt für Sie zusammengefasst.

SAP Activate, SAP Cloud ALM, Test Automation Tool

SAP Activate

Weitere Informationen

Als Teil der SAP Activate-Methode wurde die CALM um Combinable Roadmaps erweitert, die zukünftig eine intelligente Zusammenführung von Aufgaben über mehrere Business Suite-Projekte hinweg ermöglicht - ohne dabei aber produktspezifische Anforderungen aus den Augen zu verlieren. Durch die Konsolidierung kann eine höhere Flexibilität und Wiederverwendbarkeit in komplexen Projekten gesichert werden. Empfehlenswert wäre hierbei die direkte Nutzung der „Combinable Roadmap“ bei neuen Roadmaps, um sich eine mögliche, spätere Kombinierung offenzuhalten.

Ein weiterer Fortschritt ist der neue Adoption-Plan für Cloud-ERP Lösungen. Dieser unterstützt Stakeholder und Partner beim Ausrichten der Geschäftsziele, was gerade zu Beginn bei Einführungen neuer SAP-Produkte hilfreich ist. Durch den Aufbau eines Backlogs und die regelmäßigen Adoptions-Checkpoints wird eine nachhaltige und strukturierte Einführung der Cloud-Lösung ermöglicht.

Mit der neuen Provisioning Enablement Roadmap bietet SAP eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Systembereitstellung und erste Konfigurationen der Cloud-Produkte - ein großer Mehrwert, insbesondere für den administrativen Aufwand. Zu finden ist die neue Roadmap unter dem Reiter „Labs-Preview".

Die Möglichkeit der WalkMe Premium-Integration im SAP S/4HANA Cloud-Umfeld zu nutzen, ist nun ebenfalls über das Scope-Item (7TE) direkt freischaltbar. Das Item umfasst die Anleitungen zur Integration des Produktes sowie die Aktivierung weiterer zukünftiger embedded WalkMe-Inhalte.

Zusätzlich wurde der Prozess zur Beantragung von Parallel Lines in der Central Business Configuration (CBC) vereinfacht. Diese können jetzt auch ohne ein zuvor angefordertes Produktivsystem ausgeführt werden.

Neben dem neuen Reiter „Overview", der grundlegende Informationen und die wichtigsten Termine zum gewünschten Themenbereich beinhaltet, wurde auch die KI-gestützte Assistenz Joule im Roadmap Viewer aktiviert. Diese bietet Nutzern nun auch die gewohnte interaktive Hilfestellung bei der Navigation durch die SAP Activate Methodology. Aktuell genießen alle SAP For Me-Nutzer den freien Zugang mit einem täglichen Token-Limit von 10.

SAP Cloud ALM

Auch in SAP Cloud ALM gibt es zahlreiche Verbesserungen - angefangen mit dem Selective Data Transfer (SDT). Hier können mit dem Release gezielt Daten wie Best Practices und Dokumentationen aus dem SAP Solution Manager direkt in die CALM übertragen werden.

Der Library Service ist seit dem Update 2508 nun vollständig verfügbar und ermöglicht eine einheitliche Pflege und Zuweisung von wiederverwendbaren Objekten wie zum Beispiel: Solution Activities, Applications, Configuration, Developments und Interfaces.

Testfälle können jetzt ebenfalls via Massenimport direkt in der CALM angelegt und zugeteilt werden. Zudem können ganze Testpläne jetzt per Knopfdruck dupliziert und weiterbearbeitet werden - ideal für agile Testprozesse.

Im Change und Deployment Management wurden neue Berechtigungsrollen eingeführt, darunter „Developer“, „Tester“, „Change Manager“ und „Deployment Manager“, was für mehr Klarheit und Sicherheit im Change-Prozess sorgt.

Mit der neuen Feature-API, die im SAP Business Accelerator Hub zur Verfügung steht, hat man die Möglichkeit, Feature-Daten samt Transportinformationen effizient einzulesen und zu erstellen. Dazu hier weitere Informationen.

Test Automation Tool

Weitere Informationen

Bezüglich der Test Automation Tool Suite wurden folgende Neuerungen bereitgestellt:

Das Results Dashboard, was sich in der „Post-Upgrade Test App" befindet, wurde um Filterfunktionen wie beispielsweise der Selektierung nach Status, Prozesstyp, Testplan oder dem Release ergänzt. Eine gezieltere Analyse und Auswertung von Testergebnissen soll damit nun ermöglicht werden.

Abgerundet wird das Update 2508 hierbei auch mit der KI-Unterstützung von Joule. Diese erlaubt durch eine einfache Texteingabe zwischen allen sechs Anwendungen des Test Automation Tools (TAT) beliebig zu navigieren. Da sich die Neuerung aktuell noch in der offenen Beta-Phase befindet, sind die Funktionen erstmals nur eingeschränkt verfügbar.

Artificial Intelligence and Technologies

Weitere Informationen

Mit dem aktuellen 2508 Release rückt SAP die Partnerschaft zwischen Mensch und KI in den Mittelpunkt. Statt den Menschen zu ersetzen, unterstützt die KI als smarter Copilot, immer mit dem Ziel, Effizienz und Komfort im Arbeitsalltag zu steigern. Die Nutzer behalten die Kontrolle, validieren KI-Vorschläge und entscheiden selbst, wie und wann KI zum Einsatz kommt. SAP setzt dabei auf einen verantwortungsvollen und transparenten Rollout: Neue KI-Funktionen werden behutsam eingeführt, um Arbeitsprozesse nicht zu stören, sondern sinnvoll zu ergänzen. Das Feedback der Community spielt eine zentrale Rolle für die kontinuierliche Weiterentwicklung.

Joule Copilots stehen im Zentrum der Innovation:

  • Joule for Developers beschleunigt Entwicklungsprozesse durch smarte Code-Vervollständigung, Hilfestellungen via Chat und automatisierte Unit-Tests. Das spart Zeit und reduziert den manuellen Aufwand deutlich.
  • Joule for Consultants bietet einen direkten Zugang zu einer einzigartigen Wissensbasis mit Millionen von SAP-Dokumentationen und Codebeispielen – und macht so Projektarbeit schneller und effizienter.

AI-Assisted User Experience hebt die Nutzererfahrung auf das nächste Level:

  • Mit intelligenter Suche, automatischen Zusammenfassungen und smarten Filtern finden Anwender schneller, was sie brauchen.
  • Personalisierte Insights in „My Home“ sowie neue Beta-Funktionen wie natürlichsprachliche Anpassungen und KI-gestützte Workflows sorgen für mehr Individualisierung und Effizienz im Tagesgeschäft.

Analytics werden ebenfalls umfassend ausgebaut:

  • Die neue SAP Business Data Cloud (BDC) eröffnet einen standardisierten Zugriff auf Daten aus unterschiedlichsten Quellen, während die neuen Review Booklets und MDA-Apps interaktive Analysen für Budget, Profitabilität und Projekte auf einen Blick ermöglichen.
  • Über die Plattform „Embedded Steampunk“ lassen sich zudem individuelle Erweiterungen nahtlos umsetzen.

SAP User Experience

Weitere Informationen

Mit dem Release 2508 hebt SAP die User Experience auf ein neues Niveau und bringt spürbare Verbesserungen in Bedienung, Design und Nutzerfreundlichkeit.

Navigationsmenü – überall verfügbar

Das Navigationsmenü lässt sich jetzt von überall aus öffnen – der Umweg über My Home entfällt, was die Navigation um einen Klick vereinfacht. Favorisierte Apps und selbst angelegte Ordner unter „Favoriten“ sind jederzeit von jeder Seite direkt erreichbar. Auch alle bisherigen Menüfunktionen sind weiterhin enthalten.

Intelligente Recap-Funktion in My Home

Die neue Recap-Funktion in My Home hilft dabei, den Überblick zu behalten, indem sie automatisch hervorhebt, was sich seit dem letzten Login geändert hat. Verglichen werden die aktuellen Inhalte mit dem Stand der letzten 24 Stunden – darunter neue oder bearbeitete Aufgaben, Veränderungen bei Situationen, Zugriffe auf Apps und Kacheln sowie Änderungen an Insight Cards. So bleiben wichtige Updates direkt sichtbar, ohne dass man danach suchen muss. Das beschleunigt Entscheidungen, lenkt den Fokus auf priorisierte Themen und erhöht die Produktivität, indem relevante Informationen automatisch bereitgestellt werden.

Manage News App – News direkt auf My Home

Mit der neuen Manage News App lassen sich aktuelle Informationen gezielt und zeitnah auf My Home veröffentlichen – direkt in SAP S/4HANA Cloud Public Edition. Organisationen können damit interne News zentral erstellen, kategorisieren, zielgerichtet ausspielen und die Sichtbarkeit gezielt steuern. Das verbessert die Kommunikation im Unternehmen und sorgt dafür, dass wichtige Informationen dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Updates erscheinen direkt auf der Startseite – klar, fokussiert und zur richtigen Zeit. So wird der Informationsfluss gestärkt, Entscheidungen werden fundierter getroffen, und Missverständnisse lassen sich vermeiden.

To-Dos direkt in Microsoft Teams

Neue Situationen jetzt direkt dort sehen, wo die Zusammenarbeit passiert: Mit der Integration von To-Dos in Microsoft Teams erhalten Nutzer Benachrichtigungen über neue Aufgaben direkt im Activity Feed – basierend auf der SAP S/4HANA for Microsoft Teams-App. Aufgaben können nahtlos bearbeitet oder genehmigt werden – entweder direkt in Microsoft Teams oder wie gewohnt in der SAP S/4HANA Cloud Public Edition, je nach persönlicher Präferenz. Das vereinfacht den Workflow und beschleunigt Entscheidungen dort, wo sie entstehen.

SAP Cross Technology Topics

Die neueste Version von SAP S/4HANA Cloud Public Edition 2508 bringt zahlreiche Verbesserungen und Erweiterungen in verschiedenen Bereichen mit sich, die Unternehmen bei der Digitalisierung und Prozessoptimierung unterstützen.

Release Assessment and Scope Dependency Tool (RASD)

Das RASD wurde weiter verbessert und erleichtert die Upgrade-Nachbereitung erheblich. Unter der Anwendungskachel wird nun der „Nachfolger“ (Successor) angezeigt, sodass Kunden die Ersatzanwendungen leichter identifizieren können, ohne den „What’s New Viewer“ zu nutzen. Zusätzlich werden sämtliche KI-Funktionen, die mit dem neuen Release verfügbar sind, im Rahmen der vollständigen Neuerungen aufgelistet, was es Kunden ermöglicht, neue KI-Anwendungen für spezifische Geschäftsbereiche schnell zu erkennen. Ein „Download all“-Button spart Zeit, indem personalisierte Inhalte mit nur einem Klick heruntergeladen werden können.

Migration Cockpit

Das Migration Cockpit wurde wesentlich benutzerfreundlicher und effizienter gestaltet, um den komplexen Prozess der Datenmigration zu erleichtern. Eine besonders hilfreiche Neuerung ist die Möglichkeit, Fehler- und Warnmeldungen direkt in der Vorlagendatei sichtbar zu machen. Nutzer können jetzt eine speziell markierte Vorlage herunterladen, die genau die Zellen mit Fehlern aufzeigt. Über einen „Messages“-Tab lassen sich die einzelnen Fehler schnell identifizieren und durch Klick auf die Links gezielt zu den problematischen Zellen navigieren. Dies ermöglicht eine schnelle und zielgerichtete Datenkorrektur.

Nach der Korrektur können die Anwender den „Messages“-Tab einfach entfernen und die bereinigte Datei erneut in die Staging-Tabellen hochladen, was den Migrationsprozess deutlich vereinfacht. Darüber hinaus wurde eine Funktion zur Erstellung von Korrekturdateien für den Simulationsprozess eingeführt. Nach einer Simulation, die mit Fehlern endet, kann automatisch eine Datei erzeugt werden, die nur die fehlerhaften Daten enthält. Diese konzentrierte Fehlerdatei erleichtert die Fehlerbehebung und vermeidet unnötigen Aufwand bei der Überprüfung großer Datenmengen.

Neue Migrationsobjekte

Im Rahmen des aktuellen Releases wurden folgende Migrationsobjekte für den Staging-Tabellen- und Direktübertragungsansatz neu bereitgestellt:

Direktübertragungsansatz:

  • PM – Instandhaltungselement

Staging-Tabellen-Ansatz:

  • Lagerplatzzuordnung zum Produktionsversorgungsbereich
  • Kunde – Erweiterung bestehender Datensätze um ukrainische Steuerinformationen
  • Lieferant – Erweiterung bestehender Datensätze um ukrainische Steuerinformationen
  • Lieferant – Erweiterung bestehender Datensätze um die Rolle „Frachtführer“ (Version 2502.2)
  • Immobilien – Nutzbares Objekt (Version 2502.3)

Lokalisierung

Der Umfang der SAP S/4HANA Cloud Public Edition wächst weiter: Eine neue lokale Version für Vietnam ist jetzt verfügbar, was die regionale Anpassung und internationale Nutzung erleichtert.

Master Data Governance

Eine zentrale Stammdaten-Governance ist essenziell für die Qualitätssicherung und reibungslose Abläufe in Unternehmen. Mit Release 2508 wurde diese Funktion in der SAP S/4HANA Cloud Public Edition für Geschäftspartnerdaten erweitert und bietet nun ein umfassendes Set an unternehmensweiten Governance-Tools. Diese basieren auf hoher Automatisierung, künstlicher Intelligenz und einer benutzerfreundlichen Oberfläche, die auch Verbraucherniveau entspricht. Kunden sollten regelmäßig den SAP Roadmap Explorer konsultieren, um sich über kommende Innovationen wie erweiterte Datenmodelle für Geschäftspartner und die Ausweitung der Governance auf Produktdaten zu informieren.

Shopify Integrationspaket für die SAP Integration Suite

Das Integration Suite Package ermöglicht eine sofort einsatzbereite Synchronisation von Stammdaten und Transaktionsdaten zwischen SAP S/4HANA Cloud Public Edition und Shopify. Für B2C-Szenarien stehen vorgefertigte Integrationsabläufe bereit, während B2B-Anwendungen über einen Connector unterstützt werden, der kundenspezifische Anpassungen erfordert. Die Daten werden unidirektional in beide Richtungen synchronisiert. Dies führt zu automatisierten und effizienten Lead-to-Cash-Prozessen, präziser Lagerverwaltung und Produktlistungen in Shopify, was Über- und Unterverkäufe vermeidet. Die sofortige Übertragung von Bestellinformationen ermöglicht termingerechte Lieferungen, während korrekte Kundendaten potenzielle Versandprobleme verhindern. Insgesamt steigert die Integration die Effizienz und Kundenzufriedenheit durch eine nahtlose Verbindung von Vertriebskanälen und ERP-System.

Two-Tier-ERP

Weitere Informationen

Die Two-Tier-ERP-Strategie von SAP kombiniert SAP S/4HANA Cloud Private Edition für die Unternehmenszentrale mit SAP S/4HANA Cloud Public Edition für Tochtergesellschaften. Diese Architektur ermöglicht es global agierenden Unternehmen, bestehende ERP-Investitionen optimal zu nutzen und gleichzeitig von den Vorteilen moderner Cloud-Technologien zu profitieren, darunter Agilität, Standardisierung, Echtzeit-Datenzugriff und niedrigere Gesamtbetriebskosten.

Ein zentrales Anwendungsfeld ist die integrierte Absatzplanung (Integrated Business Planning, kurz IBP). Dabei übernimmt die Zentrale die konsolidierte Nachfrageplanung, während regionale Tochtergesellschaften ihre lokalen Marktkenntnisse und Besonderheiten in die Prognosen einfließen lassen. SAP IBP nutzt historische Verkaufsdaten aus beiden ERP-Systemen, berechnet daraus eine statistische Prognose und ermöglicht es den Tochtergesellschaften, diese flexibel anzupassen, z. B. für saisonale Schwankungen oder regionale Aktionen. Die finale abgestimmte Nachfrage wird als „Planned Independent Requirements" (PIRs) an die Zentrale übermittelt, um zentrale Beschaffungs- oder Produktionsprozesse anzustoßen.

Die zugrunde liegende Datenintegration erfolgt über die SAP Integration Suite sowohl für Stammdaten (Produkte, Standorte, Kunden) als auch für Transaktionsdaten wie historische Verkaufszahlen. Die durchgängige Datenverfügbarkeit sowie die harmonisierte Planung in Echtzeit stärken die Zusammenarbeit zwischen Zentrale und Tochtergesellschaften erheblich.

Ein weiteres Schlüsselelement der Two-Tier-ERP-Strategie ist das Cash- und Liquiditätsmanagement. Neueste Innovationen in diesem Bereich ermöglichen den Aufbau einer Treasury Workstation, die in einer hybriden Systemlandschaft (Public Cloud und Private Cloud/ECC) betrieben werden kann. Dabei werden bankbezogene Prozesse, wie die Verwaltung von Bankkonten, Cashflow-Daten und buchhalterische Dokumente, nahtlos über Systemgrenzen hinweg integriert.

Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, dass die Treasury Workstation als zentrale Datenquelle für Bankkontenstammdaten fungiert. Unternehmen profitieren von:

  • automatisierten, effizienten Abläufen,
  • besserer Rückverfolgbarkeit und Datenqualität,
  • reduzierten Implementierungs- und Betriebskosten sowie
  • flexibler Cashflow-Replikation (sowohl Push- als auch Pull-Mechanismen).

Zudem wird das Two-Tier-Treasury-Management durch Funktionen wie das Routing von Buchhaltungsbelegen, systemübergreifende Bankkonto-IDs und die verbesserte Abstimmung prognostizierter Zahlungsflüsse mit Tagesend-Bankauszügen unterstützt.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Vermeidung von Überbeständen und Lieferengpässen
  • Genaue, automatisierte Bedarfsprognosen durch moderne Algorithmen
  • Weniger manueller Planungsaufwand durch automatisierte Prozesse
  • Echtzeit-Zusammenarbeit zwischen allen Ebenen
  • Verbesserte Liquiditätssteuerung durch integrierte Treasury-Funktionalitäten
  • Höhere Flexibilität und Effizienz durch Cloud-basierte Technologien

Diese Lösung eignet sich besonders für international tätige Unternehmen in Branchen wie Konsumgüter, Elektronik oder Automobilzulieferung, bei denen zentrale Steuerung und lokale Marktnähe gleichermaßen wichtig sind.

Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich innerhalb der Two-Tier-ERP-Strategie ist die Instandsetzung von Geräten im Rahmen effizienter Serviceprozesse. Hier bietet SAP zwei konkrete Szenarien zur Umsetzung:

Szenario 1: Instandsetzung mit Service

In diesem Szenario stellt die Zentrale Geräte bereit, die von Tochtergesellschaften geleast und genutzt werden. Wartung und erste Servicearbeiten erfolgen direkt in der Tochtergesellschaft. Wenn jedoch eine umfassende Instandsetzung erforderlich ist, wird das Gerät zur Aufarbeitung an die Zentrale gesendet. Dabei werden die Wartungsaufträge automatisch an das zentrale ERP-System übertragen.

Die Integration der ERP-Systeme sorgt für durchgängige Transparenz und Echtzeitverfolgung, vom Eingang der Anfrage bis zur abgeschlossenen Instandsetzung. Die Zentrale kann Reparaturanfragen zentral prüfen, freigeben und überwachen. Besonders hervorzuheben ist die nahtlose Verbindung von Service- und Vertriebsprozessen, die eine schnellere Bearbeitung, effizientere Steuerung und höhere Kundenzufriedenheit ermöglicht.

Dieses Szenario ist ideal für Unternehmen mit dezentralem Betrieb und zentralem Lifecycle-Management von Geräten, da es Servicequalität und Steuerbarkeit deutlich verbessert.

Szenario 2: Kundengerät mit Service durch Tochtergesellschaft und Instandsetzung durch HQ

In diesem Szenario wird das Gerät vom Kunden genutzt und zunächst in der Tochtergesellschaft gewartet. Sollte eine umfangreichere Instandsetzung erforderlich sein, wird das Gerät an die Zentrale zur Überholung weitergeleitet. Auch hier erfolgt die automatische Replikation der Wartungsaufträge an das ERP-System der Zentrale, wodurch volle Transparenz über den gesamten Serviceprozess gewährleistet ist.

Der Instandsetzungsprozess ist so gestaltet, dass die Anfragen dort gestartet werden, wo das Gerät eingesetzt wird, also in der Tochtergesellschaft. Die Zentrale übernimmt die Freigabe und das Monitoring. Diese enge Verzahnung von Zentrale und Tochtergesellschaft führt zu klaren Verantwortlichkeiten, effizienten Prozessen und einer verbesserten Gerätebetreuung über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Fazit

Mit der Two-Tier-ERP-Strategie und den darauf aufbauenden Lösungen für integrierte Planung, Serviceprozesse und Treasury Management bietet SAP-Unternehmen eine skalierbare, flexible und cloudbasierte Plattform, die sowohl zentrale Steuerung als auch lokale Umsetzung optimal vereint. Besonders für internationale Unternehmen mit komplexen Strukturen schafft dieses Modell einen klaren operativen und strategischen Mehrwert.

Manufacturing

Weitere Informationen

Mit dem Release 2508 profitieren Fertigungsunternehmen von zahlreichen Neuerungen im Manufacturing-Bereich – von Änderungsdokumenten für Stücklisten über erweiterte Variantenkonfiguration bis hin zu KI-gestützter Dokumentenverarbeitung, die Prozesse effizienter und transparenter machen.

Änderungsdokumente für Stücklisten

Ab sofort ist es möglich, die Änderungshistorie von Stücklistenpositionen einzusehen. Dabei werden alle Änderungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg protokolliert – von der Erstellung über Aktualisierungen bis hin zur Löschung. Auch Anpassungen einzelner Attribute lassen sich nachvollziehen. Die Änderungshistorie steht sowohl für Positionen zur Verfügung, die mit als auch ohne Änderungsnummer gepflegt wurden.

Nutzung von benutzerdefinierten Feldern in Arbeitsplänen

Benutzerdefinierte Felder in Arbeitsplänen können jetzt als Referenzmerkmale in der erweiterten Variantenkonfiguration verwendet werden. Dadurch lassen sich die mit diesen Feldern verknüpften Merkmalswerte direkt auf den Arbeitsvorgang im Produktionsauftrag abbilden.

Erweiterte Variantenkonfiguration: Import der Konfiguration aus Verkaufsdokumenten

Konfigurationen können nun direkt aus Verkaufsdokumenten übernommen werden. Dabei lassen sich Konfigurationen von einer Position eines Kundenauftrags auf eine andere kopieren. Alle vom Nutzer gesetzten Werte werden vollständig in die neue Konfiguration übernommen, und Abhängigkeiten der Objekte werden automatisch neu berechnet.

Erweiterte Variantenkonfiguration: Stücklisten-Download

In der Konfigurationsoberfläche kann die im Strukturbaum angezeigte Stückliste jetzt direkt heruntergeladen werden.

Kapazitätsplantafel: Farbige Darstellung von Aktivitäten

In der App Kapazitätsplantafel können Aktivitäten jetzt farblich hervorgehoben werden. Über die App-Einstellungen lässt sich die Option Aktivitätsfärbung aktivieren, sodass die Segmente Rüsten, Bearbeiten und Abrüsten visuell voneinander unterschieden werden.

Kapazitätsplantabelle: Komponentenverfügbarkeit

In der Kapazitätsplantabelle lassen sich jetzt Verfügbarkeitsprüfungen für benötigte Komponenten durchführen. Damit ist sofort erkennbar, ob alle Materialien zur Ausführung von Prozessen oder Produktionsaufträgen vorhanden sind.

KI-gestützte Dokumentenverarbeitung für eingehende Lieferantenqualitätszertifikate

Qualitätszertifikate von Lieferanten können nun mithilfe von KI-gestützter Automatisierung deutlich schneller verarbeitet werden. Manuelle Aufwände werden reduziert und Produktionsverzögerungen minimiert. Gleichzeitig steigt die Genauigkeit und Compliance, da keine Zertifikate übersehen und Fehler bei der Datenzuordnung verringert werden. Durch automatische Datenerfassung und intelligentes Warteschlangen-Management lassen sich Abläufe verschlanken, die Bearbeitungszeit verkürzen und Kosten senken.

Sales Distribution

Weitere Informationen

Im Mittelpunkt stehen mehr Flexibilität in der Preisgestaltung, Automatisierung durch die KI „Joule“ sowie eine verbesserte technische Integration über APIs. Viele dieser Neuerungen befinden sich aktuell noch im „Labs preview“-Status, was bedeutet, dass sie möglicherweise nicht direkt zum Release produktiv zur Verfügung stehen. Dennoch zeigen sie bereits deutlich die strategische Richtung zukünftiger Entwicklungen im Vertrieb.

Preisvereinbarungen in Verkaufsverträgen sind jetzt deutlich flexibler umsetzbar. In Zukunft lassen sich Preisvereinbarungen nun auch gezielt auf Produkt-Hierarchien anwenden, beispielsweise für bestimmte Produktgruppen oder Kategorien. Das System validiert automatisch, ob ein ausgewählter Hierarchieknoten zur definierten Produktgruppe gehört und zeigt eine sofortige Rückmeldung an. So lassen sich Rabatte oder Konditionen präzise und fehlerfrei im Sales Contract pflegen, was zu mehr Transparenz und strukturierter Preisgestaltung führt.

Bereits in früheren Releases pilotiert, ist die Funktion „Payment by Link“ mit Release 2508 nun breiter verfügbar und produktiv einsetzbar. Rechnungen können mit einem Zahlungslink oder QR-Code versehen werden, über den Kunden direkt auf eine Zahlungsseite gelangen. Dort kann die Rechnung bequem mit Apple Pay, Visa, Mastercard und weiteren digitalen Zahlungsmethoden beglichen werden. Debitorenkonten können automatisch ausgeglichen werden, indem eingehende Zahlungsinformationen von Zahlungsdienstleistern abgerufen werden. So kann der Zahlungsprozess beschleunigt und die Buchhaltung entlastet werden.

In Release 2508 wurde die flexible Kontenfindung für Abstimmung und Zahlung neu eingeführt. Durch konfigurierbare Regeln basierend auf nationalen Standards, Industrievorgaben oder firmenspezifischen Bedürfnissen, kann jetzt gezielt gesteuert werden, auf welches Sachkonto Rechnungen gebucht werden. Dafür stehen 12 SSCUIs (Self-Service Configuration User Interfaces) zur Verfügung.

Mit Joule setzt SAP verstärkt auf KI-basierte Unterstützung, um Faktura-Sachbearbeiter noch gezielter zu unterstützen: Problematische Belege lassen sich schnell identifizieren, die Ursachen (z.B. eine geschlossene Buchungsperiode) werden angezeigt und passende Lösungsmöglichkeiten direkt vorgeschlagen. Die tatsächliche Ausführung verbleibt beim Benutzer, Joule begleitet den Prozess jedoch. Belege können nun unmittelbar gebucht oder das Fakturadatum angepasst werden. Das beschleunigt die Fehlerbehebung und sorgt für mehr Transparenz im Arbeitsalltag.

Joule ermöglicht es, Preise, Rabatte oder Zuschläge, deren Gültigkeit in Kürze endet, schnell und übersichtlich anzuzeigen. Die Nutzer werden dabei aktiv unterstützt, rechtzeitig zu handeln, zum Beispiel durch eine unkomplizierte Anpassung oder Verlängerung der Konditionssätze. Das sorgt für reibungslose Vertriebsprozesse und reduziert unerwartete Abrechnungsprobleme.

Die Sales Order Simulation OData V4 API in SAP S/4HANA Cloud Public Edition bietet jetzt noch mehr Möglichkeiten: Neben der Neuanlage lassen sich auch Änderungen simulieren, z. B. geänderte Mengen, Preise oder Positionen, ohne dass ein Beleg gespeichert wird. Das erleichtert die Integration mit Webshops und anderen Lösungen und sorgt für eine bessere Datenqualität im Vertrieb. Erweiterte Funktionen wie die Variantenkonfiguration, Einmal-Kunden, das erneute Auslösen der Preisfindung oder die automatische Vertragszuordnung werden ebenfalls unterstützt. So wird der Vertriebsprozess noch effizienter und flexibler gestaltet.

Fazit

Das Release 2508 bringt für den Vertriebsbereich nicht nur funktionale Verbesserungen, sondern auch eine klare Richtung: mehr Automatisierung, bessere Integration, höhere Flexibilität. Die neuen Funktionen rund um Zahlungsabwicklung, Preismanagement und KI-gestützte Prozesse machen SAP S/4HANA Cloud Public Edition noch attraktiver für moderne Vertriebsorganisationen.

Asset Management

Weitere Informationen

Mit Release 2508 wird die Instandhaltung durch neue SAP Fiori Apps und erweiterte Funktionen deutlich effizienter – von der All-in-One-Lösung für Instandhaltungsmeldungen über smarte Workflows mit E-Mail-Erinnerungen bis hin zu flexibleren Wartungsplänen und einer verbesserten Verwaltung von Material-Serialnummern.

Die neue SAP Fiori App „Instandhaltungsmeldungen verwalten“ (F5777) bietet eine All-in-One-Lösung für den gesamten Lebenszyklus von Instandhaltungsmeldungen. Dank rollenbasiertem Zugriff erhalten Planer, Vorgesetzte und Techniker jeweils speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Ansichten. Die App ist vollständig mobilfähig und verfügt über ein responsives Design, das sich allen Gerätetypen anpasst. Eine optimierte Benutzererfahrung mit übersichtlichem Layout, relevanten Daten und integrierten Aktionen sorgt für effizientes Arbeiten. Durch den nahtlosen Workflow entfällt der Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen – der gesamte End-to-End-Prozess kann in einer einzigen, speziell für Vorgesetzte entwickelten Benutzeroberfläche durchgängig gesteuert werden.

In der App „Instandhaltungsmeldungen verwalten“ (F5777) kann zudem benutzerdefinierte Logik verwendet werden, um das Verhalten von Feldern dynamisch zu steuern. Mithilfe eines BAdI lässt sich die Benutzeroberfläche auf Basis anderer Felder oder Phasen im Prozess flexibel anpassen. Beispielhafte Anwendungsfälle sind unter anderem die Einschränkung der Änderung des Fälligkeitsdatums ab einer bestimmten Unterphase sowie die Prüfung der Felddefinitionen durch ein BAdI beim Laden der Objektseite und verhält sich entsprechend der implementierten Logik. Die Bedingungen für Pflichtfelder werden beim Speichern der Meldung überprüft.

Ab sofort helfen E-Mail-Erinnerungen an verantwortliche Nutzer bezüglich überfällige Workflow-Aufgaben, Genehmigungsverzögerungen zu reduzieren. Somit kann sichergestellt werden, dass Instandhaltungsaufträge nicht durch verpasste Workflow-Aufgaben ins Stocken geraten. Gleichzeitig wird das Risiko von Ausfallzeiten minimiert, da schnellere Genehmigungen unnötige Stillstände von Anlagen oder Prozessen vermeiden können. Die Verantwortlichkeit der Nutzer wird durch gezielte E-Mail-Benachrichtigungen gestärkt, was das Bewusstsein für offene Aufgaben erhöht. Dabei kommen bestehende SAP-Funktionen zum Einsatz. Der integrierte Workflow und die Fristenüberwachung machen eine individuelle Entwicklung überflüssig.

Die Verwaltung von Materialseriennummern mit Garantie- und Partnerdaten ist jetzt über die SAP Fiori App „Material-Serialnummern verwalten“ (F6879) möglich. Dabei können Partner mit einer definierten Partnerfunktion direkt einer Material-Serialnummer zugewiesen werden. Zusätzlich lassen sich detaillierte Garantieinformationen hinterlegen, darunter Kunden- oder Lieferantengarantien, Stammgarantien, Start- und Enddatum sowie Optionen zur Vererbung und Weitergabe der Garantie.

Zukünftig ist es möglich, einen neuen Wartungsplan durch Kopie eines bestehenden zu erstellen. Die neue Kopierfunktion steht einem in der App „Wartungspläne verwalten“ (F5325) zur Verfügung. Dafür sind keine Vorlagen mehr notwendig, da jeder Plan direkt aus der Liste kopiert werden kann. Dabei lässt sich genau auswählen, welche Elemente übernommen werden sollen, wie beispielsweise Positionen, Objektlisten oder Terminierungen. Dadurch wird die Planerstellung schneller und einfacher, bei gleichzeitig konsistenten Daten. Der Workflow ist benutzerfreundlich gestaltet und umfasst weniger Schritte. Zudem sind die erstellten Pläne unabhängig und müssen nicht mit dem Originalplan verknüpft sein.

In der App „Wartungspositionen verwalten“ (5356) gibt es jetzt die Möglichkeit, Wartungspläne nach ihrem Planstatus zu filtern. Der neue Filter umfasst die Status erstellt, Objekt deaktiviert und Löschkennzeichen. Dadurch wird die Sichtbarkeit verbessert, da der Planstatus direkt in der Positionsliste angezeigt wird. Die Filterung erfolgt schneller über die Filterleiste oder die Ansichtseinstellungen, sodass ein Wechsel der App zur Überprüfung des Planstatus nicht mehr erforderlich ist.

Sourcing and Procurement

Weitere Informationen

Mit Release 2508 wird Sourcing & Procurement konsequent gestärkt – von effizienterer Umlagerungsabwicklung über intelligent erweiterte Workflows bis hin zu KI-gestütztem Invoice Management und dem neuen Procurement Expansion Package für mehr Transparenz und Automatisierung im gesamten Beschaffungsprozess.

Im Bereich der Bestellungen können Umlagerungsbestellungen nun über eine neue OData V4 API verarbeitet werden. Dadurch lassen sich Warenbewegungen innerhalb des Unternehmens effizienter steuern und externe Applikationen einfacher anbinden.

Außerdem ist es nun möglich, Lieferantennotizen aus Bestätigungen automatisch in die Bestellung zu übernehmen. Dies reduziert Fehler und erhöht die Nachvollziehbarkeit.

Darüber hinaus können offene Rechnungswerte nach Kontierung differenziert ausgewertet werden. Im Fiori-Report „Bestellpositionen nach Kontierung" stehen hierfür nun detaillierte Informationen nach Kostenstellen zur Verfügung.

Die Gestaltung von Workflows wurde ebenfalls erweitert. Neue Startbedingungen, beispielsweise nach Projekt, Anlage, Innenauftrag oder Kostenstelle, ermöglichen eine gezieltere Steuerung. Zusätzlich sorgen neue Regeln zur Ermittlung der Verantwortlichen dafür, dass die richtige Person automatisch für eine Genehmigung oder Bearbeitung herangezogen wird. Dadurch lassen sich individuelle Erweiterungen über BAdIs in vielen Fällen vermeiden.

Auch die Bestellanforderungen wurden weiterentwickelt. So können ab sofort Anhänge aus dem Dokumentenmanagementsystem (DMS) direkt auf Kopfebene der BANF hinzugefügt werden. Diese Dokumente lassen sich zukünftig automatisch in die Folgebestellung übernehmen, was den Prozess deutlich effizienter macht.

In der Integration mit SAP Ariba Central Procurement gibt es ebenfalls Neuerungen. Beim Kopieren von zentralen Kontrakten können nun Lieferanten oder Einkaufsorganisationen ausgetauscht werden, ohne dass bestehende Konditionen verloren gehen. Dies erhöht die Flexibilität insbesondere bei Vertragsverlängerungen oder Lieferantenwechseln.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf SAP Ariba Central Invoice Management. Hier wurden mehrere Funktionen ergänzt, die sowohl Effizienz als auch Compliance verbessern. Die Anbindung externer Tax Engines, wie Vertex oder Thomson Reuters, sorgt für eine präzise Steuerermittlung, -prüfung und -validierung bei Lieferantenrechnungen. Über ein neues Queue Management können Rechnungen automatisch oder manuell Benutzergruppen zugewiesen werden. Zusätzlich unterstützt ein AI-gestützter Invoice Capture Extraction Service die Belegerfassung und reduziert damit den manuellen Aufwand erheblich.

Mit dem Procurement Expansion Package (PEP) wird ein neues Gesamtpaket angeboten, das erweiterte Beschaffungsfunktionen, Kataloginhalte und Lieferantenintegrationen bündelt. Ziel ist es, eine höhere Prozess- und Ausgabenabdeckung zu erreichen, die Zusammenarbeit mit Lieferanten zu verbessern und mehr Transparenz entlang des Procure-to-Pay-Prozesses zu schaffen. Gleichzeitig sollen Unternehmen von Einsparungen profitieren, die durch Automatisierung und konsequente Compliance erzielt werden können.

Supply Chain Management

Weitere Informationen

Release 2508 bringt im Supply Chain Management zahlreiche praxisnahe Verbesserungen: mehr Flexibilität bei Warenbewegungen, eine neue Inventur-App, KI-gestützte Unterstützung bei Verfügbarkeitsprüfungen und erweiterte Funktionen in Lager- und Transportprozessen.

Bestandsmanagement – Inventur

SAP ermöglicht jetzt mehr Flexibilität bei Warenbewegungen: Eigene Bewegungstypen lassen sich per Zwei-Schritt-Prozess (Kopieren & Anpassen) konfigurieren. Ein neues BAdI erlaubt zusätzliche Anpassungen bei Wareneingängen. Zudem unterstützen SAP Fiori-Apps wie „Bestand verwalten“ (F1062) nun auch benutzerdefinierte Bewegungstypen.

SAP hat eine neue Fiori-App „Physische Inventurdokumente verwalten“ (F8634) eingeführt. Sie ersetzt die frühere App ,,Inventurzählungsergebnisse verarbeiten“ (MI20) und bietet eine übersichtliche Liste aller Inventurdokument-Positionen mit Statusberichten. Dadurch wird die Transparenz im Inventurprozess deutlich verbessert.

Die SAP Fiori-App „Bestand verwalten“ (F1062) wurde um neue Bewegungstypen für Projekt- und Anlagenabgänge erweitert. Zusätzlich unterstützt die App jetzt Composite-Barcode-Scans, was die Eingabefehler reduziert und die Inventurprozesse schneller und effizienter macht.

Die SAP Fiori-App „Bestand umbuchen - Werksübergreifend“ ermöglicht jetzt das Buchen mehrerer Positionen in einem Schritt über die neue Artikelübersicht. So können größere Umlagerungsmengen schneller und effizienter auf einem einzigen Materialbeleg verbucht werden.

Handling Unit

Die OData-API wurde erweitert, sodass Serialnummern jetzt vor der Wareneingangsbuchung Handling Units zugewiesen werden können. Dies ermöglicht die Vergabe von Serialnummern entweder durch externe Systeme oder automatisch bei der Fertigungsauftragsanlage. Dadurch wird der Prozess der Serialnummernzuweisung vor der Warenbuchung deutlich vereinfacht.

Die OData-API für den Produktionsversorgungsbereich unterstützt jetzt OAuth 2.0 zur Authentifizierung. Damit können Drittanbieter-Apps sicher auf SAP S/4HANA Cloud zugreifen, ohne Zugangsdaten direkt zu übermitteln. Dies erleichtert die Integration mit Anwendungen auf der SAP Business Technology Platform und verbessert die Zugriffssteuerung und Sicherheit.

Verfügbarkeitsprüfung

Mit Joule, dem KI-Assistenten von SAP, können zukünftig Nutzer Backorder-Anforderungen in natürlicher Sprache formulieren. Das System erkennt automatisch relevante Vertriebsbedarfe, priorisiert sie und aktualisiert Bestätigungen gemäß Strategie.

Die neue App „Produktverfügbarkeit anzeigen“ (F7884) ermöglicht es Nutzern, Verfügbarkeitsinformationen für Materialien und Werke zu sehen – ganz ohne Kenntnisse der Prüfregeln. Sie bietet moderne Einblicke in MRP, Lagerorte, Chargen, Sonderbestände wie Kundenkonsignationen und nachhaltigkeitsrelevante CO2-Daten.

Lagerverwaltung

In der App „Warenausgang buchen“ (MIGO_GI) gibt es jetzt einen Button zur Lagerentnahmestrategie, der automatisch den optimalen Lagerplatz, Handling Unit und die passende Charge für direkte Warenausgangsbuchungen ermittelt. Unterstützt werden Warenausgänge für Fertigungsaufträge und Reservierungen.

Dezentrale EWM-Integration in SAP S/4HANA Cloud: Im Rahmen eines Labs können jetzt Verkaufs- und Bestellbelege in SAP S/4HANA Cloud erstellt werden, während die Lagerprozesse in einer dezentralen Extended Warehouse Management (EWM)-Instanz laufen. Dadurch wird die Integration zwischen Cloud-ERP und EWM verbessert.

Im Labs-Preview können zusammengefasste JIT-Aufträge (Scope Item 2EM) direkt mit den integrierten Lagerverwaltungsfunktionen verarbeitet werden. Nutzer können JIT-bezogene Auslieferungen gezielt auswählen und steuern. Außerdem kann die Auslieferung für die Rücksendung reparierter Produkte an Kunden im Rahmen des Inhouse-Reparaturprozesses (Scope Item 3XK) jetzt auch mit Lagerverwaltungsfunktionen verarbeitet werden.

Transportmanagement

Die App „Auslieferungsaufträge verwalten“ (F6498) unterstützt jetzt Standardprozesse des Warehouse Managements für Kommissionierung und Verpackung von Waren aus WM-gesteuerten Lagern. Nach der Warenausgangsbuchung wird automatisch eine Wareneingangslieferung im empfangenden Werk erstellt, was den Transportprozess nahtlos integriert.

Finance

Weitere Informationen

Mit dem Release 2508 bringt SAP auch gleich wieder mehrere Innovationen in der Line of Business Finance auf den Weg – im Fokus steht die Klärung offener Forderungen in Streitfällen, KI-Unterstützung in der Anlagenbuchhaltung sowie Intercompany-Zahlungen über Bankbereiche hinweg.

Mit der Einführung des neuen Best Practices 7MA „Dispute Resolution“ wird für die Verwaltung von Forderungsposten in Streitbeilegungsprozessen eine standardisierte Lösung geliefert. Unternehmen können hiermit alle streitbehafteten Forderungspositionen zentral einsehen, relevante Prozessinformationen erfassen sowie den Prozess der Streitbeilegung steuern.

Der gesamte Klärungsprozess ist durch eine strukturierte Benutzerführung intuitiv bedienbar – inklusive automatischer Aktualisierung von Status und Historie. Hierbei lassen sich auch eigene Geschäftsregeln definieren, um Streitfälle automatisiert zu bewerten und nach vordefinierten Regeln weiterzuleiten oder Eskalationen auszulösen. Dadurch wird der manuelle Aufwand erheblich reduziert und die Prozessqualität erhöht. Über eine Integration mit SAP CX (Customer Experience) können zudem eingehende Kundenanfragen, etwa per E-Mail, automatisch erkannt und als Streitfälle im System angelegt werden.

In der Anlagenbuchhaltung ist es jetzt möglich, sich eine KI-gestützte Erklärung der Anlagenkennzahlen einzuholen. In der App „Anlagen verwalten“ können Benutzer per Klick auf „Kennzahlen erklären“ einen Bericht über Buchwerte und Abschreibungen abrufen. Diese Funktion hilft insbesondere beim Periodenabschluss oder bei Investitionsentscheidungen indem komplexe Wertverläufe und Berechnungsgrundlagen nachvollziehbar und in verständlicher Sprache aufbereitet werden.

KI-Unterstützung gibt es ab sofort auch bei der Erstellung der Stammdaten für Anlagen. Mit Hilfe des SAP-KI-Copiloten Joule ist es möglich, in einem natürlichen Dialog Anlagegüter anzulegen. Hierbei erfragt Joule die relevanten Parameter (z. B. Buchungskreis, Anlagenklasse, Kostenstelle) und erzeugt automatisiert einen anpassbaren Datensatz im System. Dies beschleunigt nicht nur die Stammdatenerfassung, sondern verbessert auch die Datenqualität durch vordefinierte Regeln, Hinweise und Validierungen.

Für multinationale Unternehmen besonders interessant: Mit dem Release 2508 wird das Szenario „Cross Bank Area Intercompany Payments“ im Best Practice 6BP „In-House Banking“ eingeführt. Tochtergesellschaften in unterschiedlichen Bankbereichen – z. B. Singapur und USA – können nun konzerninterne Zahlungen über einen zentralen Clearing-Bankbereich abwickeln. Dadurch wird die Zahl erforderlicher Loro-Konten reduziert und die Buchungslogik zwischen den beteiligten Inhouse-Banken deutlich vereinfacht. Neue Aktivitätstypen im Zahlungsfluss ermöglichen zudem eine transparente Auswertung dieser Transaktionen.

Product Compliance

Mit Release 2508 baut SAP die Funktionen im Product Compliance deutlich aus: von der Klassifizierung von Gefahrgütern in Verpackungsanweisungen über die Erstellung EU-konformer Sicherheitsdatenblätter bis hin zur Integration von Markenprodukten in den SDS-Prozess.

Eine der wichtigsten Erweiterungen ist die Möglichkeit, Gefahrgüter innerhalb von logistischen Verpackungsanweisungen zu klassifizieren. Dazu stehen neue Apps wie Classify Dangerous Goods in Packing Instructions und Dangerous Goods – Classification Details zur Verfügung. Zusätzlich wurde die bestehende App Dangerous Goods Information um entsprechende Abschnitte erweitert. Dadurch ist es zum ersten Mal möglich ohne einen eigenen Produktstamm für den verpackten Artikel zu arbeiten.

Ebenfalls neu ist die Erzeugung von EU-Sicherheitsdatenblättern (SDS) für erste Szenarien und Produktgruppen. Dabei werden alle Abschnitte (1–16) abgedeckt, die GHS-Regulatory-Content eingebettet, und ein Starter-Template nach EU-Richtlinien bereitgestellt. Über Adobe Document Services kann dieses Template angepasst werden, und eine Vorschau auf das generierte SDS ist möglich.

Darüber hinaus gibt es eine Grundfunktion für die Abbildung von Markenprodukten im SDS-Prozess. Unternehmen können Markenprodukte anlegen, bearbeiten und Compliance-Informationen pflegen, sodass Sicherheitsdatenblätter künftig auch mit Markennamen ausgeliefert werden können.

Insgesamt liegt der Schwerpunkt dieser Neuerungen auf der Erweiterung der Gefahrgut- und SDS-Funktionalitäten sowie auf der flexibleren Abbildung von Produkt- und Markeninformationen, um die regulatorische Compliance im europäischen Umfeld zu stärken.

Environment, Health & Safety

Release 2508 stärkt EHS mit mehr Transparenz und Automatisierung: Compliance-Registers lassen sich zentral verwalten, Sicherheitsbeobachtungen können KI-gestützt erfasst werden, und neue Echtzeit-Kennzahlen ermöglichen datenbasierte Entscheidungen zur Arbeitssicherheit.

Eine zentrale Neuerung ist das Management von Compliance Obligation Registers. Damit lassen sich Verpflichtungsregister pflegen und überwachen, inklusive regulatorischer Anforderungen, Richtlinien und Genehmigungen. Mit Trendanalysen, Warnungen und Fälligkeiten werden Audits unterstützt und Transparenz in der Erfüllung geschaffen. Zudem informiert das System über rechtliche und operative Änderungen, die bestehende Prozesse beeinflussen können.

Neu ist auch die KI-gestützte Erfassung von Sicherheitsbeobachtungen mit Joule. Mitarbeiter können Beobachtungen in natürlicher Sprache melden. Das System erkennt fehlende Details, stellt Rückfragen und strukturiert die Eingaben automatisch zu formalen Meldungen. So entsteht standardisierte, verwertbare Sicherheitsdokumentation, die eine schnellere Priorisierung von Risiken ermöglicht.

Zusätzlich stehen Kennzahlen und Sicherheits-Insights für den Arbeitsplatz zur Verfügung. In Echtzeit können regulatorische KPIs, wie OSHA-Kennzahlen, eingesehen werden. Durch die Erkennung von Hotspots und Mustern können präventive Maßnahmen eingeleitet und Sicherheitsaufgaben datenbasiert gesteuert werden.

Insgesamt legen die neuen Funktionen den Fokus auf mehr Transparenz, Automatisierung und datengestützte Entscheidungsfindung, um EHS-Compliance zu sichern und die Arbeitssicherheit nachhaltig zu verbessern.

Service

Weitere Informationen

Der Release 2508 erweitert die Service-Apps mit detaillierten Preisanalysen auf Vertragspositionen, verbesserten Massenänderungsfunktionen und der neuen Option, Beschaffungswerte wahlweise als Netto- oder Bruttobetrag zu übernehmen.

Ab sofort stehen in der Fiori App „Serviceverträge verwalten“ (F3763) für SAP-Anwender nützliche Optimierungen zur Verfügung. Neu ist die Möglichkeit, in den Positionen eines Servicevertrags detaillierte Preisanalysen durchzuführen. Im Rahmen der Analyse wird schrittweise überprüft, welche Preiskonditionen zur Anwendung kommen. Sollten dabei ungültige Preiskonditionen enthalten sein, ist es erforderlich, die Kondition entsprechen anzupassen. Zudem kann auf Positionsebene eine externe Referenz hinterlegt werden, beispielsweise die Bestellnummer des Kunden.

Darüber hinaus wurden die Funktionen der Massenänderung für die Serviceverträge erweitert. Dafür ist die App „Massenverarbeitung von Serviceverträgen“ (F7642) zu nutzen. Es ist nun möglich in den Kopfdaten das Verkaufsbüro und die Verkäufergruppe zu ändern, die Fakturasperre zu setzen oder aufzuheben, sowie Serviceverträge abzuschließen.

Aktuell besteht das Problem bei der Beschaffung darin, dass der Preis von den Beschaffungsobjekten (Bestellung und Lieferantenrechnung) inklusive Mehrwertsteuer (Bruttowert) auf die Servicerückmeldung übertragen wird. Dies führt zu einer Doppelbesteuerung, da in der Servicerückmeldung zusätzlich Steuer auf den bereits vom Einkauf übermittelten Bruttowert aufgeschlagen wird. Kunden wünschen sich daher die Möglichkeit, stattdessen den Nettowert aus der Beschaffung zu übertragen. Als Lösung bietet die SSCUI den Nutzern ab sofort die Option, entweder den Brutto- oder den Nettowert auszuwählen. Diese Funktion findet Anwendung in verschiedenen Geschäftsszenarien, wie zum Beispiel bei der Beschaffung von Service-Ersatzteilen oder bei externen Dienstleistungen.

Professional Services

Das aktuelle Release von SAP S/4HANA Cloud Public Edition 2508 bringt wichtige Verbesserungen für Unternehmen im Professional Services-Bereich. Die neuen Funktionen setzen auf mehr Automatisierung, Flexibilität und Transparenz – und genau das macht Projektarbeit schneller, präziser und kundenorientierter.

Neuer Erfüllungsstatus für Best Practice (6JO)

Mit dem neuen Status „Erfüllt“ für Ressourcenanfragen können Ressourcenmanager ihre Arbeit gezielter steuern. Offene, relevante Anfragen rücken stärker in den Fokus, während abgeschlossene Anfragen sauber dokumentiert bleiben. Die Buchhaltung profitiert von klaren Abschlüssen.

Die App Project Control – Professional Services (J11) lässt sich nun rollen- und länderspezifisch anpassen – und das ganz ohne zusätzliche Custom-Apps. Unternehmen sparen dadurch Entwicklungsaufwand und können die Oberfläche schneller an fachliche Anforderungen anpassen.

Projektleiter erhalten jetzt erweiterte Einblicke in Purchase Requisitions und Work Packages. Dabei werden geplante und tatsächliche Aufwände, Kosten und Umsätze ebenso angezeigt wie gesperrte Funktionen – alles in einem zentralen Dashboard.

Ein weiteres Highlight ist die KI-gestützte Notizkorrektur in der Projektabrechnung. Sie prüft und korrigiert Notizen automatisch, ermöglicht eine Massenprüfung von bis zu 500 Einträgen mit einem Klick und steigert so Geschwindigkeit und Datenqualität im Billing-Prozess.

Mit dem neuen Resource-related intercompany billing für die Best Practices 16T und 4AN lassen sich Profit-Center- und Partner-Profit-Center-Zuordnungen flexibel konfigurieren. Die alte Lösung wird abgelöst, wodurch das Reporting über Gesellschaftsgrenzen hinweg transparenter wird.

Die Umsatzrealisierung in Festpreisprojekten (1IL) mit Fremdwährung berücksichtigt jetzt tagesaktuelle Wechselkurse über den Schlüssel SPFCFX. Das sorgt für eine realistischere Abbildung von Währungseffekten und erfüllt internationale Accounting-Standards.

Zusätzlich gibt es in der Event-Based Revenue Recognition neue Planquellen (1IL), mit denen Kosten- und Umsatzplanung noch präziser und projektspezifischer möglich ist.

Dieses Release zeigt deutlich den Fokus auf Prozessoptimierung und Anwenderfreundlichkeit. Von smarter KI-Unterstützung bis hin zu flexibleren UI-Anpassungen und modernen Abrechnungsmöglichkeiten – insbesondere der Fokus auf Kundenprojekten ist hervorzuheben.

Solution Orders

Das Release 2508 für die SAP S/4HANA Cloud Public Edition bietet zahlreiche Verbesserungen für das Solution Order Management (SOM). Im Fokus stehen funktionale Erweiterungen, tiefere Integration in bestehende SAP-Komponenten sowie mehr Flexibilität für Vertriebs- und Servicemodelle.

Vertragspartnerkonten sind jetzt für Service-Vertragspositionen nutzbar. Ein Highlight ist die Unterstützung von Contract Accounts (FI-CA) für Service Contract Items. Diese können nun sowohl auf Kopf- als auch auf Positionsebene gepflegt werden. Die Integration in die OData V2- und V4-APIs erlaubt es, die Vertragskonteninformationen an nachgelagerte Prozesse zu übergeben, etwa für die Abrechnung. Diese Änderung reduziert den manuellen Pflegeaufwand und sorgt für eine konsistente Datenbasis zwischen SOM und dem Finanzwesen.

Die Incompleteness Checks für Verkaufsaufträge, die aus Lösungseinträgen (Solution Orders) erstellt werden, identifizieren fehlende Pflichtinformationen automatisch und markieren solche Folgebelege als „incomplete". Selbst ohne vollständige Daten kann der Prozess zur Erstellung von Verkaufs‑ oder Serviceaufträgen fortgeführt werden, doch der Fortschrittsmonitor zeigt den jeweiligen Bearbeitungsstand mit einem Hinweis auf fehlende Daten. Über die App „Unvollständige Verkaufsdokumente auflisten“ erhält man auf einen Blick alle unvollständigen Aufträge und kann gezielt nachbearbeiten. Zudem wird der Fortschritt visuell im Monitor dargestellt - eine enorme Erleichterung für Vertriebsteams im Tagesgeschäft.

Zusätzliche Datumsfelder erweitern ab dem Release 2508 die Möglichkeiten in der Solution Order. Anwender können nun wichtige Termine wie Buchungsdatum, Preisdatum, Wunschlieferdatum, Fakturadatum oder externes Bezugsdatum individuell anpassen. Alle relevanten Daten können über die OData V4 API ausgelesen oder übergeben werden und sind auch im Output Management verfügbar. Damit wird die Terminsteuerung in komplexen Lösungsszenarien deutlich flexibler und besser nachvollziehbar.

Die Preisanalyse ist eine willkommene Neuerung für den Vertrieb. Die Preisfindung in Solution Orders lässt sich nun detailliert analysieren. Über einen „Analyse“-Button können Preisbestandteile für Sales Items, Service Orders und Contract Items übersichtlich aufgeschlüsselt und nachvollzogen werden - eine transparente Grundlage für Angebots- und Rechnungsprüfung.

Mit Joule hält ein KI-gestützter Navigationsassistent Einzug. Er schlägt passende Fiori Apps vor, etwa zum Anlegen oder Analysieren von Solution Orders, und erleichtert so den Einstieg in komplexe Workflows. Durch Joule lässt sich der Arbeitsalltag deutlich effizienter gestalten.

Dank dem neuen Release können Service Bundles in der Solution Order, bestehend aus Services, Ersatzteilen und Aufwandspositionen, in Solution Orders eingefügt und als Teil eines übergeordneten Bundles verkauft werden. Dabei lassen sie sich nun als Fixpreis- oder Time-and-Material-Pakete definieren. Die Bundles können vorkonfiguriert werden, was manuelle Fehler reduziert und die Pflege vereinfacht. Auch Preiskalkulation und Vertragsfindung sind im Bundle enthalten, ein Meilenstein für serviceorientierte Unternehmen. Nach Freigabe erzeugt SAP automatisch die dazugehörigen Service Orders.

Mit der Funktion Mengenflexibilität für Subscription Billing Items wird das Anlegen mehrerer identischer Subscriptions deutlich einfacher. Mehrere gleichartige Subscriptions lassen sich jetzt direkt über die Mengeneingabe in einem einzigen Subscription Billing Item erfassen. Die Preisdetails werden automatisch auf Basis der definierten Rate-Elemente berechnet und als Gesamtwert dargestellt. Über die Transaktionshistorie sind sämtliche generierten Subscriptions jederzeit nachvollziehbar. Das spart Zeit, reduziert Fehler und sorgt für ein effizienteres Management.

Die Flexible Preisgestaltung für Solution Bundles lässt zu, individuelle Preise für abonnierte Produkte direkt im Subscription Billing Tenant hinterlegen, unter Berücksichtigung der Bundle Informationen aus der Solution Order. Die entsprechenden Daten werden automatisch an das Folge-Abonnement übergeben und sind dort in den Produktdetails sichtbar. Dadurch können komplexe Preislogiken und Geschäftsmodelle konsistent und automatisiert umgesetzt werden.Neue API-Funktionen: CRUD & Simulation

OData V4 API unterstützt nun vollumfängliche CRUD-Operationen (Create, Read Update, Delete). Neu unterstützt werden zudem Subscription Items, was es erlaubt, Abonnement-bezogene Bestelldaten per API zu verwalten. Diese Erweiterung ermöglicht es Unternehmen, einen automatisierten End-to-End-Prozess zur Lösungseintrag-Erstellung und -Bearbeitung in hybriden Systemlandschaften aufzubauen

Für eine effizientere Angebotserstellung bietet die OData V4 API zur Simulation von Solution Orders die Möglichkeit, Preise und Positionen vorab zu simulieren. Die Simulation erfolgt dabei rein technisch, ohne dass ein Beleg im System gebucht oder gespeichert wird. Das erlaubt eine realistische Angebotsvorschau auf Basis aktueller Daten, reduziert manuelle Korrekturen und beschleunigt die Angebotskonvertierung deutlich.

Fazit

Das SAP S/4HANA Cloud Public Edition Release 2508 bringt durchdachte Verbesserungen in das Solution Order Management. Von erweiterten Preis- und Terminlogiken über intelligente Navigation bis hin zu automatisierten Folgeprozessen.

Subscription Billing

Mit dem Release 2508 erhält Subscription Billing eine Reihe von Erweiterungen, die speziell auf software- und nutzungsbasierte Geschäftsmodelle zugeschnitten sind. Im Zentrum stehen Automatisierung, Flexibilität bei der Preisgestaltung und individuelle Validierungsmechanismen.

Mit dem neuen Scope Item 5SW bietet SAP jetzt vorkonfigurierten Best-Practice-Content für Software- und SaaS-Abonnements. Unternehmen können den gesamten Abonnement-Prozess (Angebot über Bereitstellung bis zur Abrechnung) automatisiert und integriert abbilden. Vordefinierte Modelle, Lizenzvorlagen und automatisierte Provisionierung sorgen für schnelle Einführung und hohe Skalierbarkeit. Zusätzlich ermöglicht das System eine integrierte Umsatzrealisierung und durchgängiges Reporting über alle Abo-Prozesse hinweg.

Die Preisgestaltung über mehrere Abrechnungszyklen hinweg, ist ein zentrales Feature, das es ermöglicht, Nutzungsverhalten über längere Zeiträume hinweg zu aggregieren und darauf basierende Preisstaffeln zu berechnen. Das erlaubt es, Vielnutzung mit attraktiven Preisen zu belohnen. Die Aggregation erfolgt flexibel und kann optional mit festgelegten Reset-Zeitpunkten versehen werden. Diese Funktion ist besonders interessant für Anbieter mit volumenbasierten Preismodellen. Sie ermöglicht eine realitätsnahe, nutzungsorientierte Preisgestaltung über längere Zeiträume hinweg.

Mit der Auto-Locking-Funktion schützen Sie abonnierte Positionen vor Preisänderungen in der zentralen Preisliste. Das sorgt für stabile Preise über die gesamte Laufzeit eines Abonnements, auch wenn sich die Standardpreise im Hintergrund ändern. Über die App „Abonnements verwalten“ können Preise bei Bedarf dennoch manuell aktualisiert werden. Die Funktion hilft, Einnahmen verlässlich zu planen und Fehler bei Preisupdates zu vermeiden.

Im Rahmen des 2508 Releases stellt SAP im Abonnement Management erstmals die „Pending Snapshots“ als Lab Preview vor. Mit den sogenannten „Pending Snapshots“ können Änderungen an einem laufenden Abonnement vorbereitet werden, ohne dass sie sofort aktiv werden. Diese Entwürfe lassen sich später gezielt aktivieren oder verwerfen. Dies erleichtert z. B. saisonale Anpassungen oder künftige Produktoptionen, ohne bestehende Prozesse zu stören. Die Abonnement‑API unterstützt diese Snapshots bereits, sodass Änderungen über Schnittstellen gesteuert werden können. Obwohl die Funktion aktuell noch nicht produktiv ist, unterstreicht sie die zukünftige Ausrichtung auf höhere Flexibilität und Planungssicherheit im Abo‑Management.

Mit der neuen Funktion „Benutzerdefinierte Validierung für Abonnements“ führt SAP die Möglichkeit ein, individuelle Prüfregeln für Subscriptions zu definieren. Über „Benutzerdefinierte Validierung für Abonnements“ lassen sich Szenarien abbilden, in denen z.B. automatisch entschieden wird, ob ein bestimmter Abonnement-Typ oder eine Änderung zugelassen wird. Die Erweiterung basiert auf bekannten SAP-Erweiterungsmechanismen und erlaubt eine gezielte Anpassung an unternehmensspezifische Anforderungen im Subscription Management. Zwar befindet sich die Funktion aktuell noch im Labs Preview, doch sie zeigt klar die Richtung: mehr Flexibilität und Individualisierung für Subscription-Prozesse.

Fazit

Mit Release 2508 unterstreicht SAP, dass Subscription Billing zu einem strategisch wichtigen Baustein in der Public Cloud wird. Unternehmen profitieren von einer beschleunigten Time-to-Value, mehr Kontrolle über Preisprozesse und größerer Anpassungsfähigkeit im Abonnement Lifecycle. Die neuen Funktionen lassen sich zunehmend auch in komplexere End-to-End-Szenarien wie Solution Orders einbinden, ein weiterer Schritt zur nahtlosen Integration von Produkt-, Service- und Subskriptionsmodellen.

Stand: 5. September 2025
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